Geführte Tour zu den Messe-Highlights

Neu: Guided Tour @ Prolight + Sound „Kommunikationslösungen für Events“ mit Svenja Dunkel

Svenja Dunkel ist gelernte Veranstaltungstechnikerin sowie studierte Chorleiterin, Schlagzeugerin und seit mehr als 25 Jahren als Performerin auf der Bühne aktiv. Seit 16 Jahren arbeitet sie selbstständig im Bereich des Frequenzmanagements und der damit verbundenen Planung. So war sie für die Echo-Verleihungen, 1Live Krone, Expo, Comet, Popstars, Helene Fischer, Die Fantastischen Vier, Grönemeyer, Xavier Naidoo u.v.a. tätig.

Svenja Dunkel
Spezialistin für Frequenzmanagement und Artistin Svenja Dunkel (Bild: Svenja Dunkel)

Svenja ist Mitbegründerin des Live Mixing Workshops, der seit 14 Jahren rund um die Welt Tontechnikern aller Art praxisorientiert die Schnittstellen zwischen Bühne, Mikrofonie, FOH, Monitor und Wireless-Systemen näherbringt. Darüber hinaus übt sie regelmäßig Lehrtätigkeiten im Bereich Funk und Artistik aus.

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Auf der diesjährigen Prolight + Sound wird sie die neue EVENT PARTNER Guided Tour zum Thema „Kommunikationslösungen für Events“ leiten. Wir haben mir ihr über die neue Tour, Funktechnik und neue Entwicklungen am Markt gesprochen.

Svenja, du führst in 2019 die Guided Tours im Themenbereich „Kommunikationslösungen für Events“ zum ersten Mal durch – eine Tour, die unter diesem Schwerpunkt zudem brandneu ist. Dabei muss man wissen, dass du nicht nur Spezialistin für das Frequenzmanagement auf Großveranstaltungen bist, sondern auch Artistin. Funk ist elementares Mittel der Kommunikation zwischen den einzelnen Gewerken auf einem Event … Was können die Teilnehmer der Tour von dir erwarten?

Ein Potpourri zu dem Thema kleine und große Veranstaltungen. Was macht eine Veranstaltung auf und hinter der Bühne erfolgreich? Zusammenarbeit mit dem einen Ziel: eine gute Show abzuliefern. Dazu gehört eine Gewerke übergreifende funktionierende Kommunikation. Im Vorfeld und vor Ort.

Big Shows gab es schon früher, mit dem Fortschreiten der Technik, wurde es einfacher, diese jetzt noch bigger zu machen. Neben der Musik wurde es einfacher, sich frei auf, vor und hinter der Bühne zu bewegen. Wenn du kein Kabel hast, kannst du sofort loslegen und gefühlt alles machen. Wenn heute Pink oder Helene Fischer auftreten, ist klar: Das wird mit Funk gemacht. Gerade die großen Konzerte in den Stadien werden dadurch inzwischen anders konzipiert. Die Performance-, Bewegungs- und Timing-Möglichkeiten der Musiker können individueller genutzt werden, auch die Nähe zum Publikum. Funk wird hier zu einem verbindenden Element. Die Funkstrecken wurden besser, und die Menschen haben verstanden, welches Potenzial in dieser Technik steckt.

Als Performerin binde ich zum Beispiel das Thema DMX über funkgesteuerte LED-Trommeln mit ein. Die Audio-Information wird über In-Ear geliefert. So haben wir mit der Gruppe „Boundz“ vor Jahren im Sektor Drum Performance einen deutschlandweiten Trend gesetzt.

 

Auch wenn das Thema „Kommunikation mit Hilfe des Funks“ ein nicht sichtbares Veranstaltungselement ist, so gab und gibt es hier in den vergangenen Jahren einige Entwicklungen, insbesondere im Zuge der auch hier fortschreitenden Digitalisierung. Was sind deiner Ansicht nach hier die wichtigsten Eckpunkte, über die auch ein Eventplaner informiert sein sollte?

Durch die rasante Entwicklung und die immer bessere/schnellere Technik und deren Möglichkeiten gilt oft: höher, größer, weiter – mehr Technik und am besten unsichtbar, ohne lange Vorbereitung und Planung, mit wenig bis keiner Aufbauzeit … ach ja, und Kosten darf es natürlich nicht viel.

Und doch gibt es Spaßbremsen und Grenzen, um den kreativen Prozessen ein wenig Einhalt zu geben. Von Natur und Physik vorgegebene Kapazitäten, sowohl bei Technik als auch beim Menschen. So sind im Laufe der Zeit Berufe dazugekommen, die eingeplant werden sollten, um ein Event runder zu gestalten, um die Kommunikation unter den Gewerken auf Großevents übersichtlicher auszubauen, z.B. IT- & Netzwerktechniker, Frequenzmanager.

 

Technik wird intelligenter – Funk in allen Bereichen. Was bedeutet das konkret?

Nicht nur die Funkstrecken von Bands und Moderatoren spielen eine Rolle, sondern auch die der Übertragungswagen von TV & Radio, der Kamerasysteme, der Systeme für Licht- und Pyroansteuerungen, von 3D-Soundsystemen mit Sensoren auf Funkbasis, so auch von Securitys, Hostessen und EB Teams u.a. am roten Teppich und nicht zuletzt, die Überschneidung mit Mobilfunk und Fernsehkanälen. Physik ist begrenzt. Das war früher schon kompliziert und jetzt ist es eine echte Herausforderung. Die Masse muss koordiniert werden.

Man sollte es kaum glauben auch die Bundesregierung spielt hier eine Rolle. Durch die Versteigerung der Bänder wird unser Bereich legitimiert. 5G ist in aller Munde und wird sich auch bei uns in der Branche an vielen Stellen bemerkbar machen.

Die Digitalisierung von Funk ist toll und vor allem notwendig, da das verfügbare Raster immer enger wird. Dennoch werden wir weiterhin analoge Funktechnologie verwenden, denn die digitale Funktechnik ist zum jetzigen Zeitpunkt keine ganzheitliche Alternative, und zurück zum Kabelsalat und kurzen Wegen möchte niemand! Beides im Mix macht das Koordinieren und Berechnen in Zukunft auf jeden Fall anspruchsvoller. Das gilt sowohl für kleine, als auch große Veranstaltungen.


Die Guided Tour „Kommunikationslösungen für Events“ findet am Mittwoch, 3. April und Donnerstag, 4. April um jeweils 13:00 Uhr statt.

Mehr Informationen zu dieser Tour und den weiteren Guided Tours auf der Prolight + Sound finden Sie hier.

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