Eventnachwuchs im Wettbewerb

FAMAB New Talent Award 2015: Der Battle läuft

Im mittlerweile vierten Jahr zeigt der Eventnachwuchs auf dem umgebrandeten FAMAB New Talent Award 2015 – Ex-David-Award –, wie sich die junge Generation das Event von morgen vorstellt.

Der Vormittag beim FAMAB New Talent Award, ins Leben gerufen von Aljoscha Höhn (Moderator in Personalunion) und Christoph Küppers, startet wie gekonnt mit den Battles. Je zwei Minuten hat ein Hochschulteam Zeit, der Jury und dem Publikum ihre Gedanken zu Analyse, Strategie, Idee/Botschaft, Kreation und operative Umsetzung ihres Projektes zu vermitteln. Dabei treten zwei Hochschulen im direkten Battle je Punkt gegeneinander an. Um den goldenen Apfel kämpfen in diesem Jahr die BiTS Iserlohn und Berlin gegen die Hochschule Heilbronn (Sieger 1. Battle), die EBC Hamburg gegen die Hochschule Bremen (Sieger 1. Battle), im Kölner Duell die Hochschule Fresenius (Sieger 1. Battle) gegen die Fachhochschule des Mittelstands FHM und zuletzt die Jade Hochschule gegen die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Sieger 1. Battle).

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Die Hochschul-Doppel bekamen je das gleiche Projekt zur Bearbeitung: ein Tourismuskonzept/Roadshow für Tirol, ein Mitarbeiterevent für Airbus, ein Mitarbeiterevent für die Eventagentur Grassroots Germany sowie ein Mitarbeiterevent für die Popken Fashion Group.

Auffällig war, wie gut manches Team gelernt hatte, (sich) zu präsentieren – das war im Umkehrschluss bereits die halbe Miete zum Sieg. Neue Medien und deren Möglichkeiten wurden in den Konzepten der Studenten so gut wie gar nicht integriert. Die „alte“ Idee eines Puzzles als verbindendes Element eines Mitarbeiterevents kam gleich zwei Mal vor. Bleibt abzuwarten, ob es am Nachmittag in den weiteren Battles moderner wird … weiter geht es gleich mit Pecha Kucha.

Pecha Kucha – oder: der Elevator Pitch Corporate Event

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Die vier Gewinnerteams aus der ersten Runde sollen für die Deutsche Bahn ein Corporate Event zur Mitarbeiter-Recruitierung kreieren. Nicht ganz einfach, hat die DB doch nicht gerade das beste Image beim qualifizierten Nachwuchs. Mittels der Pecha Kucha Methode, in nur fünf Minuten, müssen die Teams der Hochschule Heilbronn, Hochschule Bremen, Hochschule Fresenius und Universität Oldenburg ihre Ideen und Konzepte für ein solches Corporate Event präsentieren. Besonderer Ansporn: Tina Brand, Konzernmarketing DB Mobility, sitzt in der Jury. Welche drei Teams haben mit ihren Pecha Kucha Teasern das Interesse der Jury für ihr Konzept wecken können und dürfen dieses ausführlich am Nachmittag präsentieren? Die zwingenden fünf Vortragsminuten einhalten konnten zunächst einmal alle … die inhaltliche Qualität der Konzepte divergierte dann doch. Die Jury tagt …

Architecture Pitch

Anhang 2

Architektur im Raum: Während die Eventjury tagt, wurden die besten, von der Architektur-Jury Gerald Ambrozus, Andreas Damböck, Lutz Dietzold, Robert Sarga und Prof. Klaus Schmidhuber vorab ausgewählten Projekte im Architecture Pitch vorgestellt. Die wählbaren Kategorien waren Best Temporary Design (Messestände etc.) oder Best Permanent Design (Showrooms etc.); alle Projekte auf der Bühne entstammten schlussendlich der ersteren Kategorie. In je acht Minuten erklärten

1) Christina Schmidt von der RWTH Aachen ihren Messestand für Rheinzink unter dem Motto Archisign aus ureigenen Materialien und Rohstoffen des Herstellers von Dach-, Fassaden- und Dachentwässerungsprodukten;

2) das Team Lea Hainzinger, Valentina Hobel und Magdalena Bauernfeind von der Fachhochschule Rosenheim ihren Messestand „Creative Cloud – Komm und tauche ein in die Welt der Innenarchitektur“, umgesetzt für die Möbelmesse in Köln zur Anwerbung von Studenten für die Hochschule;

3) sowie zuletzt Miroslava Denina von der TU München ihr Projekt „Folding Wings“, mit der neue Strukturen für alltagstaugliche Konstruktionen gezeigt werden sollten.

Lucky Loser Runde mit Aufruhr

Die Architektur-Jury berät über die drei Bewerberinnen(-Teams) – und derweil kommen die Lucky Loser aus dem Eventbereich zum Zug. Die ausgeschiedenen Hochschulteams vom Vormittag dürfen dem Publikum ihre Recruiting-Konzepte für die DB im Pecha Kucha Style vorstellen. Die Zuschauer stimmen mit bunten Märkchen für ihren Favoriten, der doch noch in die letzte Eventrunde einziehen darf. Kleiner Aufruhr inbegriffen: Scheinbar wurde seitens offizieller Seite manchen Hochschulteams eine Zeit von sieben Minuten je Vortrag anstatt der Pecha-Kucha-üblichen fünf Minuten mitgeteilt. Manche Gruppe bekommt daher von Aljoscha Höhn nach heißer Diskussionen sieben Minuten ermöglicht, die BiTS darf eine Minute „nachtragen“.

Der Pitch oder das große Finale

Alle gesättigt durch das leckere Catering von Kofler&Kompanie (spanisch, olé!) und Stockheim (hmm, Spargel). Da können die Finalentscheidungen guten Gewissens verkündet werden: Im Finale der nachmittäglichen Battles sind – durch Juryentscheid – die Hochschule Bremen, die Fresenius Hochschule Köln und die Damen der Hochschule Heilbronn. Letztere konnten (eigentlich) auch im Onlinevoting abräumen, da aber schon weitergekommen aufgrund des Juryvotings, rückt die EBC Hamburg nach. Den letzten freien Battle-Platz ergattern konnte schließlich die FHM Köln aufgrund Publikumsvoting.

Anhang 1

Es kann somit losgehen. Acht Minuten hatte jede der vier Hochschulen Zeit, ihr Recruiting-Konzept für die Deutsche Bahn ausführlich im Pitch darzustellen. Die Hochschule Bremen entführt in die fremde Welt Transportania. Die Fresenius Hochschule Köln macht aus dem Bewerber einen Traingee (als Bewerber gesucht werden Ingenieure und IT’ler verschiedenster Art) und nimmt ihn mit auf das Traingee Pop Festival. Die Hochschule Heilbronn will Deutschland mit verschiedenen Aktionen zum Leuchten bringen. Die EBC Hamburg setzt voll auf den DB-internen Begriff der Bubbles und kombiniert Roadshow und Pop-up Store. Und die FHM Köln stellt Waggons mit verschiedenen Lebensstationen der anvisierten Studenten inklusive integrierter Bahn-Verknüpfungspunkte aus.

Wenn man auch in den ersten Durchgängen am Vormittag die Vernetzung mittels Social Media noch spärlich suchte, so gehört sie jetzt bei jedem Team zum Standardpaket. Was die Jury davon hält? Beratungspause …

In dieser gilt ein Dank allen Sponsoren, die kostenlos ihre Leistungen zur Verfügung gestellt haben.

Anhang 5

And the winners are …

Die Jury, bestehend aus Prof. Dr. Sören Bär, Tina Brand, Aage Duenhaupt, Jens Güssow, Claudia Köhler, Pia Madison, Anja Osswald, Christian Poswa, Helge Thomas, EVENT PARTNER Chefredakteur Dr. Walter Wehrhan und Jurypräsident Christian Seidenstücker, hat sich nichts geschenkt und sich besonders lange im geheimen Beratungskämmerchen versteckt. Der bronzene Apfel im Nachwuchswettbewerb der Eventler geht an das EBC Hamburg! Die Damenmannschaft der Hochschule Heilbronn freute sich riesig über den silbernen Apfel! Und wie groß war die Freude dann erst bei der Hochschule Bremen – Ritterschlag mit dem goldenen Apfel im FAMAB New Talent Award 2015!

Mit höchstem Lob seitens dem Schmidhuber-Gründer und einem goldenen Apfel für Architektur geehrt wurde Christina Schmidt für ihr sehr ausgereiftes Konzept und mathematische Höchstleistungen.

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