Kolumne

Die Event-Zora: Wünsch Dir was

Zwei Monate bis Weihnachten und Ende des zweiten Corona-Jahres. Die Event-Zora schreibt ihren Wunschzettel; darauf: Friede, Fairness, Nachhaltigkeit, Achtsamkeit und mehr Impflinge. Und das gilt auch und im Besonderen für die Eventbranche.

Die Event-Zora

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Nachdem die aktuelle Weihnachtsware in den Supermärkten eingetroffen ist, wird es höchste Zeit für den Wunschzettel an das allerhöchste Weihnachtswesen (w/m/d). Ich habe mir bei Glühwein und Spekulatius so einige Gedanken gemacht und hoffe, dass ich nichts und Nobody vergessen habe:

1. Friede auf Erden! Den die Menschen in Afghanistan, dem Jemen, der Ost-Ukraine oder in anderen kriegerischen Hotspots dringend gebrauchen können. Während wir fröhlich back-to-live machen, kämpfen dort die Menschen ums Überleben. Mitverantwortlich sind dafür auch Unternehmen, die Events und Messen wie die World Defense Show im kriegsführenden Saudi-Arabien oder den Salon Internationale de l´Aeronautique et de l´Espace in Paris nutzen, ihre leid- und todbringenden Produkte an Diktatoren, Despoten und Kriegsverbrecher zu bringen. Ich würde auch gerne mal Mäuschen auf den die jeweiligen Messen in Kiew und Moskau spielen, um zu erfahren, wer das konzipiert oder baut. P.S.: Dass ich im vorletzten Satz nicht gegendert habe, liegt an der fast ausschließlichen toxischen Männlichkeit der Klientel dieser Events.

2. Faire Arbeitsbedingungen in den Sweatshops der Welt! Damit wir guten Gewissens die Produkte unserer Kunden/Unternehmen mit Live-Kommunikation launchen können, egal ob es sich um Sneakers, E-Autos oder Smartphones handelt. Das Weitere regelt mein dritter Wunsch.

3. Nachhaltigkeit in jeder Beziehung! Denn jeder Beitrag, die Erderwärmung abzumildern, zählt. Da sind natürlich erst einmal die Unternehmen gefragt, die endlich vom Greenwashing zum Greendoing übergehen müssen. Wieviel lieber würden wir die Produkte und Services in Szene setzen, wenn echte Nachhaltigkeit endlich Realität wäre. Aber auch wir – in der Branche – müssen mitmachen: Was können wir leisten, ohne uns überflüssig zu machen? Denn der effektivste Beitrag zu Zero-Emission wäre das Streichen von Messen und Events mit all ihren LKW-Transporten, Flugreisen und Materialschlachten für die Tonne.

Aber auch fairer und inklusiver Umgang mit allen Beteiligten wäre mal schön. Da geht es nicht nur um das PoC-Kind, das sich in einem fernen Dschungel die Hand bei der Kakao-Ernte fürs Dessert des Sterne-Caterings abschlägt, sondern auch um den übermüdeten Aufbau-Hand, der eine Stunde auf der zugigen Baustelle des Messestandes geschlafen hat, um dann ungesichert auf eine sieben Meter hohe Leiter klettern zu müssen. P.S.: Gibt’s nicht, gibt’s nicht, das habe ich selber oft genug so gesehen.

4. Der nächste liebevolle Wunsch für Euch alle hat vorne kein „Ein-“, sondern eine „Acht-“ und ganz hinten eine „samkeit“. Da kann ich mir aber ganz viel drunter vorstellen. Denn was führt zu den oben beschriebenen Unfällen und Risiken? Eben, der Mangel an Achtsamkeit. Warum tun wir eigentlich so, als wären wir alle James Bonds oder Lara Crofts, die unverwundbar sind und keinen Schlaf oder Urlaub brauchen? Wenn man oben hastig Crew-Catering füllt, was soll unten dabei eigentlich rauskommen? Es ist also ein wahres Wunder, dass wir alle so funktionieren, trotz latent unterdrücktem Immunsystem und angekratzter Psyche. Die Frage ist, wem nützt das Ganze letztlich? Das nur, weil Purchase People noch mal 5% rauspresst, damit der Weltkonzern mit Milliardengewinn eine Dividende ausschütten kann? P.S.: Lieber Chef, ich bin natürlich von dem vorher Ausgeführten nicht betroffen, da mein Onkel James Bond ist und meine Großtante väterlicherseits Lara Croft.

5. Wollt Ihr noch einen? Mehr freiwillige Impflinge! Durch intelligente Kampagnen für die Zielgruppen in den Hotspots, die bisher noch nicht medial oder persönlich erreicht wurden. Vielleicht könnte man mit dem Lauterbach eine zielgruppenadäquate Promo-Tour in Marzahn oder Frankfurt-Höchst machen? Aber ich fürchte, auch eine Extra-(Brat)wurst in Sachsen reicht da nicht aus. Vielleicht könnte die künftige Bundesgesundheitsminsteriumsleitung (m/w/d) ja auch endlich mal auf professionelle Live-Kommunikation setzen? Da fällt uns doch gewiss Wirksames ein. Und vielleicht gibt es dann durch Stoßgebete an die ampelige Dreifaltigkeit, die Heilige Annalena, den Eiligen Christian und an Sankt Olaf auch endlich mal bundeseinheitliche Corona-Regeln. Bitte, bitte regelt das!

Mir fiele da noch so viel mehr ein. Aber ich lese da ja auf LinkedIn oder Xing den einen oder anderen Gedanken. Deshalb seid Ihr jetzt dran! Sendet mir Eure ganz individuellen Wunschzettel! An redaktion@event-partner.de, Betreff: Zora.

 

Ich bin gespannt!

Eure Event-Zora

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