Inszenierung mit Drohnen

Wo und wie man Drohnen nicht einsetzen darf

Für die Inszenierung von Veranstaltungen mit Hilfe von Drohnen gibt es zahlreiche kreative Ideen. Nicht alle davon können jedoch gefahrlos umgesetzt werden. Besonders in Deutschland gibt es strenge Auflagen und Reglementierungen für den Einsatz von Drohnen…

Unmanned aerial vehicles circle in a protected area of Intel’s display space. Built with Intel RealSense technology, the drones are able to avoid collisions. Intel CEO Brian Krzanich demonstrated the Yuneec Typhoon H with Intel RealSense technology during his keynote address at the International Consumer Electronics Show. The drones were on display Wednesday, Jan. 6, 2016, in Intel’s display area at the 2016 International Consumer Electronics Show. CES, the leading forum for the world’s consumer technology leaders, runs Jan. 5-9, 2016, in Las Vegas. (Credit: Intel Corp./Walden Kirsch)
Auch indoor lassen sich Drohnen einsetzen – vorausgesetzt, die Sicherheitsauflagen werden eingehalten und die Location erlaubt es. (Bild: Intel Corporation)

In Deutschland gibt es einige Bestimmungen, die den Gebrauch von Drohnen einschränken: So darf beispielsweise ohne eine entsprechende Sondergenehmigung nur im unkontrollierten Luftraum geflogen werden, der in einer Höhe von 762 Metern über dem Boden endet. Diese Höhe wird in Ausnahmefällen noch weiter beschränkt, beispielsweise in der Nähe von Kontrollzonen wie Flugplätzen.

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Die Nutzung von Flugmodellen und unbemannten Flugsystemen ist innerhalb eines Abstandes von 1,5 Kilometern zu Flughäfen sogar gänzlich verboten. Außerhalb dieses Abstandes benötigt jedes Flugobjekt, das in die Kontrollzone einfliegt, zudem eine Freigabe der Flugsicherung. Die Kontrollzone umfasst den Luftbereich um Flughäfen mit hohem Verkehrsaufkommen und kann bis zu 15 Kilometer breit und 35 Kilometer lang sein.

Für einige Modelle hat die Deutsche Flugsicherung (DFS) seit dem 1. Juni 2015 jedoch Ausnahmen erteilt: Eine grundsätzliche Erlaubnis gilt für Flugmodelle bis fünf Kilo Gesamtgewicht und einer Flughöhe von maximal 30 Metern sowie für unbemannte Luftfahrzeuge bis 25 Kilogramm und einer Flughöhe von 50 Metern als erteilt.

Darüber hinaus darf ein Drohnenflug nur in direkter Sichtweite des Steuerers stattfinden: Technische Hilfsmittel, die die Sicht erweitern, so wie Ferngläser, On-Board-Kameras, Nachtsichtgeräte, fallen dabei nicht unter den Begriff der direkten Sichtweite. Solange die Drohne sich in der Luft befindet, muss der Verkehr im Luftraum zudem immer durch den Steuerer selbst oder eine zweite Person, die mit diesem in Kontakt steht, beobachtet werden. Bemanntem Flugverkehr ist im Notfall selbstverständlich auszuweichen.

Flugverbot über Menschenmengen
Besonders interessant für die Eventbranche ist jedoch folgende Reglementierung: Grundsätzlich gilt, dass über Menschenmengen, Krankenhäusern, Kraftwerken und militärischen Objekten nicht geflogen werden darf. Diese Bestimmung schränkt die Nutzung von Drohnen auf Events in Deutschland leider stark ein und unterbindet viele kreative Ideen bereits im Ansatz. Beim Einsatz von Drohnen auf Veranstaltungen sollte deshalb darauf geachtet werden, dass sich die Drohnen außerhalb eines Gebietes befinden, auf dem sich Menschen aufhalten – es sei denn, man möchte die Drohne nicht mithilfe von Seil- und Drahtkonstruktionen über dem Veranstaltungsgelände schweben lassen.

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