Christoph Rodermund von Atelier Damböck

Berufe in der Eventbranche: Was macht ein Bereichsleiter Event?

Die Eventbranche hat mehr Berufe zu bieten als nur den Job des Eventmanagers. Dass das so ist, beweisen wir mit unserer Reihe “Berufe quer durch die Eventbranche”. In diesem Fall haben wir Christoph Rodermund, Bereichsleiter Event bei Atelier Damböck, gefragt, was genau er in seinem Job macht und wie er dort hin gekommen ist…

Christoph Rodermund, Bereichsleiter Event bei Atelier Damböck
Christoph Rodermund, Bereichsleiter Event bei Atelier Damböck (Bild: Atelier Damböck )

Allgemein: Ein paar Fakten zu Ihrem privaten Hintergrund.
Ich bin 1958 in Ulm geboren. Beruflich hat es mich erst einmal nach Kiel gezogen. Seit 1987 lebe ich in München. Mit meiner Frau, unseren zwei Teenagern und mit Hund und Katz‘ wohne ich im Münchner Westen, im Grünen und doch stadtnah. Wenn der Job mir Zeit lässt, erhole ich mich beim Schrauben an meinem Oldtimer, den ich von Grund auf restauriert habe. Vor ein paar Jahren habe ich den Sportbootführerschein gemacht. So oft wie möglich bin ich deshalb bei Freunden in England oder am Gardasee.

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Ihre aktuelle Jobbezeichnung?
Bereichsleiter Event bei der Atelier Damböck Messebau GmbH.

Was sind Ihre Aufgaben im Job?
Als Bereichsleiter Event bin ich für alle Veranstaltungen bei Atelier Damböck verantwortlich. Alle Eventanfragen landen auf meinem Tisch und zusammen mit meinem Team betreue ich die Kunden von den ersten Gesprächen und Ideen bis zur Veranstaltung. Ein Großteil meiner Arbeit besteht darin, die Vorstellungen der Kunden und unsere eigenen in Pläne und Visualisierungen zu übersetzen sowie die Kalkulation, Planung und Vorbereitung in allen Stufen bis zum Aufbau, Durchführung und Abbau der Veranstaltung. Die persönliche Betreuung des Kunden ist für mich das A und O bei unseren Projekten.

Welche schulische/berufliche Laufbahn haben Sie bis heute durchlaufen?
Während meiner Schulzeit habe ich mich mehr für die Schreinerwerkstatt im Nachbarhaus als für das Gymnasium interessiert. Mit 15 habe ich dann eine Lehre als Maschinenschlosser gemacht. Während der Lehre wurde mir klar, dass ich nicht als Schlosser arbeiten will, und holte dann auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur nach. Während dieser Zeit entstanden erste Kontakte zum Theater. Mit ein paar Freunden und einem Dramaturgen aus dem Ulmer Theater haben wir eine Jugendtheatergruppe gegründet. Nachdem ich in mehreren Stücken mitgespielt hatte, wurde mir klar, dass mein Platz hinter den Kulissen ist: Die Bühne und die Technik faszinierten mich vollkommen. Durch die Kontakte zum Ulmer Theater kam ich Anfang der 80er Jahre als Techniker zum Jugendtheater Kiel. In meiner Kieler Zeit legte ich die Prüfungen zum Theatermeister und zum Beleuchtungsmeister ab, was dem heutigen Meister für Veranstaltungstechnik – den es damals noch nicht gab – entspricht.

Mitte der 80er Jahre kam ich dann nach München und wurde Technischer Leiter am Städtischen „Theater der Jugend/Schauburg“ und später dann Technischer Leiter am renommierten „Münchner Volkstheater“ unter Ruth Drexel. Während meiner Zeit am Theater in München hatte ich immer Kontakte zu Münchner Licht- und Ton-Firmen und arbeitete nebenberuflich u.a. bei großen Modenschauen von Firmen wie „Escada“ oder „Bogner“ mit.

1998 wagte ich den Sprung aus der Theaterwelt in die Eventbranche. Bei der Firma stagegroup habe ich den Bereich Licht und Tontechnik aufgebaut. 2009 bin ich als Bereichsleiter Event zu Atelier Damböck gekommen, hier betreue ich Corporate Events, Modenschauen, Hauptversammlungen, Konferenzen, Kultur- und viele andere Veranstaltungen.

Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit besonders Freude, was würden sie ändern wollen?
Die persönliche Betreuung von Kunden und Projekte von Anfang an bis zur fertigen Veranstaltung zu entwickeln – das liegt mir besonders am Herzen. Es ist schön, mit meinem Team und mit vielen anderen auf ein gemeinsames Ziel hinzuarbeiten. Der enge und intensive Austausch mit unseren Kunden führt immer zu tollen Ergebnissen. Und wenn dann ein Vorstandsvorsitzender nach der Hauptversammlung, die wir für diese Aktiengesellschaft betreut haben, sagt: „Vielen Dank, Herr Rodermund, wir haben uns bei Ihnen sehr aufgehoben gefühlt.“ – dann freue ich mich besonders.

Veranstaltungen sind ja immer ein Prozess, der Flexibilität und Anpassung erfordert, sodass immer mal wieder etwas geändert werden muss. Allgemeine Änderungswünsche habe ich keine, ich bin mit meinem Job und meinem Team rundherum zufrieden.

Wie wichtig ist Ihnen (Ihre) Arbeit allgemein?
Ich arbeite sehr gerne und habe eigentlich immer etwas zu tun. Auf der „faulen Haut liegen“ ist nicht meins. Wenn ich eine Aufgabe angenommen habe, dann möchte ich sie mit allem Einsatz zum bestmöglichen Ergebnis bringen. Das geht bei beruflichen Dingen auch oft über die eigentlichen Arbeitszeiten hinaus, es lässt mich dann nicht los, bis bestimmte Etappen erreicht oder Lösungen gefunden wurden.

Wo sehen Sie sich in der Zukunft, privat und/oder beruflich?
Ich möchte auch weiterhin zusammen mit meinem Team unsere Kunden begeistern und über tolle Veranstaltungen neue Kunden hinzugewinnen. Und mein Oldtimer soll noch einen neuen Motor bekommen.

 

Weitere Steckbriefe von den Menschen aus der Eventbranche gibt es hier: 

Event-Jobs im Portrait: Arno Samar, Schreinermeister bei satis&fy

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