Techniktrends für den Event-Markt

Veranstaltungstechnik: Trends der Zukunft

Kaum vorstellbar, dass erst vor rund 35 Jahren, mit den 80ern, die Blütezeit der Heimcomputer anbrach und dann in den 90ern das World Wide Web so richtig ins Rollen kam. Laptop, Smartphone & Co. sind aus der heutigen Arbeitswelt wie Freizeit nicht mehr wegzudenken. Was halten also die nächsten 35 Jahre für uns bereit?

Ganz so fantastisch wollen wir nicht werden und in Scifi-Welten abschweifen. Aber welche Techniktrends in den nächsten fünf bis zehn Jahren den Event-Markt bestimmen werden, wagen einige der großen Production Companies bereits vorherzusagen.

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Experience Economy

UDH/4K Projektion auf ein Haus von satis&fy
UDH/4K wird in fünf Jahren Standard-Produktionsformat für Veranstaltungen. (Bild: MICHAEL GREIN)

In der Videotechnik wird sich erst UHD/4K, später SuperHiVision (8K) als Standard-Produktionsformat für hochwertige Veranstaltungen durchsetzen. Hochauflösende LED-Wände werden die klassische Projektionstechnik stärker verdrängen. Des Weiteren werden „Show in a Box“-Systeme mit komplett integrierter Regietechnik kommen. „Deep Color“ gewinnt als erweiterter Farbraum auch in der Eventbranche an Relevanz. „Virtual Reality“-Lösungen rücken bei Produktpräsentationen in den Vordergrund, wie z. B. Head-Mounted-Displays. Wir befinden uns schon jetzt in einer „Experience Economy“. Daher rückt Interaktion als Erlebnisbestandteil für Eventverantwortliche immer mehr in den Fokus, um Kunden und Gäste aktiv zu beteiligen und nachhaltig zu begeistern.

UDH/4K Projektion auf ein Haus von satis&fy
UDH/4K wird in fünf Jahren Standard-Produktionsformat für Veranstaltungen. (Bild: MICHAEL GREIN)

Vorhandene netzwerkgestützte Audio-Systeme werden sich weiter verschlanken und verfeinern. Was sich stark ändern wird, ist das Berufsbild. Tontechniker werden mit dem Siegeszug der Digitaltechnik immer mehr zu Netzwerktechnikern. Es müssen zunehmend komplexere Audio-Netzwerke gebaut werden. Konventionelle Kunstlicht- oder Tageslicht-Scheinwerfertypen, wie z. B. Stufenlinsen, Profiler oder auch Fluter, werden komplett auf LED-Technik umgestellt oder die entsprechenden Bestände an Geräten ausgetauscht; dies gilt auch im Moving-Light-Bereich. Dabei werden alle bisherigen technischen Herausforderungen wie z. B. die Helligkeit, die Farbtemperatur oder die Farbwiedergabe erfüllt sein. LED-Geräte werden baulich kleiner und leichter, womit sich auch die Befestigungstechnik ändert. Wir sehen Traversen dann mehr als generelles Tragmittel, im direkt sichtbaren Bereich erwarten wir aber optisch viel ansprechendere Lösungen. Im Planungs-, Aufbau- und Systemüberwachungsbereich wird es einen gänzlich „digitalen“ Lichtplan geben, der nicht nur die Computer- und Lichtpulttechnik konsequenter nutzt und erweitert, sondern auch moderne Kommunikationsgeräte wie Smartphones oder Tablets einbezieht.

Francesco Elsing, Head of Video Department, Martin Ramrath, Head of Audio Department, Martin Heuser, Head of Lighting&Rigging Department

 

Weitere Veranstaltungstechnik Trends der Zukunft auf den folgenden Seiten – Seite 2: Ambion. Hier weiterlesen!

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Echt interessanter Beitrag. Man sollte die Veranstaltungstechnik wirklich den Personen vom Fach überlassen. Egal ob Video oder Tontechnik. Ein Kollege von mir hat neulich mal im Internet nach Veranstaltungstechnikern für seine Hochzeit gestöbert und wurde fündig:
    [Externer Link gelöscht – Anmerkung der Redaktion]

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