Wer alles macht, macht noch lange nicht alles richtig

FSGG will der Krise trotzen

Corona-Pandemie hat auch die Frank Schwarz Gastro Group hart getroffen. Mit neuen Ideen und eisernem Willen versucht das Team von Geschäftsführer Frank Schwarz der schwersten Krise in der über 30-jährigen Firmengeschichte zu trotzen.

Poträt Frank Schwarz
Frank Schwarz trotzt der Krise und startet mit frischen Ideen durch. (Bild: Holger Bernert)

Auch viele Wochen nach dem durch die Corona- Pandemie verursachten, wirtschaftlichen Stillstand in der Catering- und Veranstaltungsbranche bleiben die Auswirkungen bei der Frank Schwarz Gastro Group (FSGG) das beherrschende Thema. Wie die meisten Betriebe in diesem Geschäftsbereich hat auch das Duisburger Cateringunternehmen mit dramatischen Umsatzeinbußen zu kämpfen.

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Durch den „Shutdown“ im Frühjahr sei die FSGG unverschuldet in eine Wirtschaftskrise geraten, an der das Cateringunternehmen noch lange zu knabbern habe. „Wir rechnen für die FSGG mit einem Umsatzminus von fünf Millionen und für Kofler & Kompanie mit acht Millionen Euro“, rechnet der Geschäftsführer beider Unternehmen, Frank Schwarz, frustriert vor. „Leider reicht die staatliche Unterstützung für unsere Branche nicht aus. Wir benötigen zwei Prozent des Jahresumsatzes als monatliche Soforthilfe für Unternehmen, die Umsatzeinbußen von 60 bis 100 Prozent zu verzeichnen haben. In unserem Fall wären das 95.000 Euro staatliche Subvention aus einem möglichen Fonds für Fixkostenzuschüsse. Dieser wird zwar teilweise durch das Kurzarbeitergeld gewährt, doch reicht das bei weitem nicht aus.“

Der Genusswagen „Airstream-Diner“ ist bundesweit im Einsatz.
Der Genusswagen „Airstream-Diner“ ist bundesweit im Einsatz. (Bild: Holger Bernert)

Frische Ideen gegen trübe Aussichten

Ein Blick in die Glaskugel verspricht für die Cateringund Eventbranche nichts Gutes. „Messe-Events und andere Großveranstaltungen werden in diesem Jahr wohl nicht mehr stattfinden“, so Frank Schwarz weiter. „Daher ist es wichtig, mit seinem Angebot möglichst breit aufgestellt zu sein. Dieses Geschäftsmodell pflegen wir bereits seit über drei Jahrzehnten. So hilft uns das Kita- und Schulcatering ebenso wie Businessevents oder private Veranstaltungen, die größte Krise unseres Unternehmens mit zwei blauen Augen meistern zu können.“

Um die Krise zu überstehen, sind jedoch auch frische Ideen gefragt. Derzeit erarbeitet das FSGG-Team ein neues Food-Konzept, das die Cateringbranche revolutionieren soll. Einzelheiten möchte Frank Schwarz noch nicht verraten, nur so viel: „Das neue Angebot vom Duisburger Großmarkt dreht sich um die einmalige Belieferung von Veranstaltungen jeder Größe im gesamten Bundesgebiet. Damit wollen wir Geschäfts- und Privatkunden ebenso ansprechen wie Gastronomie, Hotellerie, Sportstätten, andere Cateringunternehmen und den Lebensmittelhandel. Sämtliche Speisen werden frisch in unserer Genussmanufaktur produziert. Die Themen Nachhaltigkeit und Hygiene stehen dabei im Fokus unseres Handelns.“ Nach Angaben des Geschäftsführers sei der Investitionsaufwand für dieses Konzept zwar sehr hoch, aber die wirtschaftliche Perspektive auch sehr erfolgversprechend.

Bereits seit Anfang des Jahres setzt die FSGG zudem auf ihr „Airstream-Diner“. Mit dem amerikanischen Genusswagen möchten die Duisburger Streetfood auf dem Silbertablett präsentieren. „Er wird vor allem als modernes Pop-up-Restaurant auf exklusiven Veranstaltungen in ganz Deutschland eingesetzt“, sagt Frank Schwarz. Im Loungebereich können VIP-Gäste am Chef‘s Table Platz nehmen und die Spezialitäten aus Küche und Keller genießen. Herzstück des 8,20 Meter langen Gefährts ist die voll ausgestattete Küche, in der sich Küchendirektor und Sternekoch Roger Achterath bei kulinarischen Sondereinsätzen verwirklichen kann. Mit diesem Konzept ist die FSSG nach Angaben des Geschäftsführers einzigartig auf dem Cateringmarkt.

Aus der Not eine Tugend machen, das hat sich das FSGG-Team gedacht und im Frühsommer außerdem erstmalig einen Online-Kochkurs angeboten, bei dem die Teilnehmenden live dabei sein konnten. „Ein Eventkochkurs der FSGG lebt von der einmaligen Atmosphäre vor Ort in unserer Kochschule auf dem Duisburger Großmarkt. Menschen kommen hier zusammen, um gemeinsam Spaß beim Kochen zu haben“, meint die zuständige Projektleiterin Gina Schwarz. „Gemeinsam mit der Volksbank Rhein-Ruhr haben wir die Idee zu diesem Online-Kochkurs umgesetzt. In 20 Küchen, in denen jeweils vier Teilnehmende gemeinsam kochten, wurde das zweieinhalbstündige Live-Event mit unserem Koch Roger Achterath übertragen. Einen Tag zuvor haben wir unsere Kochbox mit den frischen Zutaten für das viergängige Menü geliefert.“ Auch in Zukunft plant die FSGG weitere Online-Kochkurse. „Allerdings werden die klassischen Kochkurse auf dem Großmarkt im Mittelpunkt unseres Wirkens bleiben.“

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Kommentar zu diesem Artikel

  1. Bravo! Die Company von Frank Schwarz steckt nicht “den Kopf in den Sand” sondern entwickelt neue Konzepte. Respekt… und das in diesen Krisenzeiten, in denen Firmeninhabern das Wasser bis zum Hals steht.
    Ich wünsche Herrn Schwarz viel Erfolg bei seinen oben geschilderten Vorhaben.
    Gabriele Skarda, Künstleragentur & Referentin

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