Frank Schwarz Gastro Group

S-Chefs Culinary System: Revolution fürs Catering-Business?

Personalmangel, hohe Lebensmittelpreise, Lieferengpässe, massiv steigende Energiekosten, die hohe Inflationsrate und Preisdruck haben die Frank Schwarz Gastro Group (FSGG) dazu bewogen, neue Wege aus der Krise zu suchen. Ihre Antwort: die Marke S-Chefs. Hält das Culinary System, was es verspricht?

FSGG Catering(Bild: Sebastian Ruthe)

Frank Schwarz, Geschäftsführer der FSGG ist überzeugt: „Wir führen das Cateringgeschäft in eine völlig neue Dimension.“ Mit der neuen Marke S-Chefs und dem „S-Chefs Culinary System“ im Zusammenwirken mit der Methode „Packaging by MChef“ hat sich auf dem Duisburger Großmarkt im letzten Jahr etwas Imposantes entwickelt – und das mitten in der Pandemie. Über 1,1 Millionen Euro hat Visionär Frank Schwarz dafür in die Hand genommen. Das revolutionäre Konzept verspricht nicht mehr, als die vier größten, zukünftigen Probleme des Eventcaterings zu lösen: Es sei hygienisch, flexibel, nachhaltig und schone das Eventbudget. Und das bei hoher Qualität. Dabei setzt die FSGG voll auf Kooperation zwischen allen Marken, Partnern und Tochterunternehmen. Als Ghostkitchen soll das System nicht nur für Geschäfts- und Privatkunden, sondern auch für andere Caterer, Gastrobetriebe, Sportstätten, den Lebensmittelhandel und die Hotellerie attraktiv sein. Das Angebot richtet sich explizit auch an Reseller und Händler.

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Poträt Frank Schwarz
Frank Schwarz (Bild: Holger Bernert)

Das System

Die entscheidende Technologie hinter der Marke S-Chefs ist das von Martin Eilerts erfundene „MChef“-System „Packaging by MChef“, ein Tochterunternehmen von Miele. Die von der FSGG produzierten Speisen werden hierbei auf neuartigen Mehr- oder Einwegplatten angerichtet und platziert. Unter Schutzatmosphäre werden die Gerichte rutsch- und versandsicher mit einer dünnen, mikroplastik- und palmölfreien Folie überzogen. Mit dieser enganliegenden zweiten Haut sollen Farbe, Haptik, Struktur und vor allem der Geschmack über einen längeren Zeitraum erhalten bleiben. So will die FSGG bis zu sieben Tage Haltbarkeit, Lagerfähigkeit und Frische wie am ersten Tag garantieren.

Der Online-Vertrieb erfolgt ausschließlich über Aveato. Mit wenigen Klicks kann die Cateringbestellung online zusammengestellt werden. „Nachdem die Bestellung bei uns eingegangen ist, macht sich das S-Chefs-Team ‚just in time‘ an die Arbeit“, erklärt Frank Schwarz. Großhandel und der FSGG-eigene Fuhrpark sorgen für die Logistik. Um die gesetzlich geforderte Kühlkette einhalten zu können, werden die Platten in spezielle Kühlkartons verpackt und mit Kühlpads ausgestattet. Nach dem Auspacken beim Kunden müssen dann nur noch die Frischeversiegelung abgezogen und die Speisen serviert werden.

FSGG Tisch(Bild: Sebastian Ruthe)

So profitieren Kunden und Partner

Die Vorteile hinter dem „S-Chefs Culinary System“ sind für Frank Schwarz denkbar einfach: Zum einen würden die personalintensiven Arbeitsabläufe beim Kunden vor Ort extrem vereinfacht werden. „Die Küche funktioniert auch unabhängig von der Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, versichert Schwarz. „Mit unserer Marke wird der Einsatz von Personal, Lebensmitteln, technischem Equipment und Energie endlich zu einer planbaren und verlässlichen Konstante im hartumkämpften Markt.“ Nach vorsichtigen Schätzungen böte das System im Vergleich zu veralteten Küchenkonzepten in den Bereichen Personaleinsatz und Energie ein Einsparpotenzial von bis zu 50%. Und dieses Einsparpotenzial sei in der aktuellen Lage wichtiger denn je, betont Frank Schwarz: „Die Dynamik in unserer Branche hat enorm zugenommen, sodass sich die Betriebe durch Veränderungen der Betriebsstrukturen an diese Entwicklungen anpassen müssen. Und in den allermeisten Fällen muss über eine Verkleinerung und Optimierung der eigenen Küchenbereiche nachgedacht werden.“

Dabei versteht sich das Konzept als ergänzendes Angebot für gastgewerbliche Betriebe. Die FSGG liefert die Basics im Buffetbereich für Großveranstaltungen. Die betriebsspezifischen Spezialitäten, für die jeder einzelne Betrieb steht, würden davon nicht betroffen, betont Schwarz. „Im Gegenteil: Genau hierauf können sich die Kolleginnen und Kollegen mit unserer Unterstützung konzentrieren.“ Die eigene kulinarische Handschrift des Betriebes bleibe so erhalten.

FSGG(Bild: Sebastian Ruthe)

Partnerschaftliche Zukunft

„Unser erklärtes Ziel ist es, mit Ideen und Innovationen dem veränderten Marktgeschehen Paroli zu bieten“, so Frank Schwarz entschlossen. Schon heute wird bei der FSGG mit einem genossenschaftlichen Gedanken gearbeitet. Man führe das Geschäft zusammen mit den Partnern wie ein Familienbetrieb, nur ohne Verwandtschaftsgrad. Ziel sei der gemeinsame, betriebswirtschaftlich sinnvolle Geschäftsbetrieb. So arbeite man beispielsweise zusammen mit Kofler & Kompanie nur noch in einer gemeinsamen Küche auf dem Duisburger Großmarkt. Eine Optimierung der Produktivität und weniger Energieaufwand bei gleichbleibender Qualität sind die Folge.

Auch Ideen zu einer neuen Produktionsstätte auf der Duisburger Großmarkt gibt es bereits: „Wir können uns durchaus vorstellen, in Zukunft mit anderen gastgewerblichen Unternehmen eng zusammenzuarbeiten. Dabei steht der Partnergedanke im Vordergrund. Es ist möglich, bestehende Infrastruktur gemeinsam zu nutzen. Und wenn es zu eng wird, steht uns bei einer weiteren baulichen Expansion die Stadt Duisburg als Besitzerin des Großmarkts partnerschaftlich zur Seite“, zeigt sich Frank Schwarz optimistisch.

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