Nachhaltigkeit in der Eventbranche

GEPA: Wie “Deutschlands nachhaltigste Marke” Events feiert

“Deutschlands nachhaltigste Marke”: Mit diesem Etikett wurde das Fair Handelsunternehmen GEPA 2014 ausgezeichnet. Einen geeigneteren Ansprechpartner kann man sich für eine Branchenumfrage zum Thema “Nachhaltigkeit” eigentlich gar nicht wünschen. Anne Bien, Presseabteilung GEPA, sprach mit EVENT PARTNER über den Nachhaltigskeitsaspekt beim 40. Jubiläum der GEPA. 

Anne Bien
Anne Bien, Pressestelle, GEPA, Wuppertal (Bild: afi-fotodesign)

Im Jahr 2015 feiert das Fair Handelsunternehmen GEPA – 2014 ist die GEPA zu „Deutschlands nachhaltigster Marke“ gekürt – unter dem Motto „FAIR+ fängt mit G an!“ sein 40-jähriges Jubiläum. Wie feiert eine Firma, auf deren Agenda nicht der Profit, sondern Nachhaltigkeit an erster Stelle steht?

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Was steht bei Ihnen im Mittelpunkt der Feierlichkeiten?
Über das Jubiläumsjahr verteilt gibt es verschiedene Veranstaltungen. Am 22. Mai haben wir gemeinsam mit Mitarbeitern und geladenen Gästen das große GEPA-G enthüllt: Die fast drei Meter hohe Skulptur der Künstlergruppe arts4you mit Foto-Grußworten unserer Handelspartner aus dem Süden, Kunden und Verarbeiter steht symbolisch für die faire Lieferkette und die Gemeinsamkeit aller Engagierten, die den Fairen Handel auszeichnet. Die Skulptur aus Cortenstahl wurde dauerhaft vor dem GEPA-Firmengebäude installiert. Geschweißt und geschliffen wurde das 400 Kilo schwere GEPA-G in der Jugendhilfe-Werkstatt Solingen. Junge Menschen aller Nationalitäten aus sozial benachteiligten Familien erhalten hier eine berufliche und soziale Perspektive.

GEPA Jubliäum
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, Handelspartner aus dem Süden, Verarbeiter, Kunden, Gesellschafter sowie Mitstreiterinnen und Mitstreiter der GEPA freuten sich über die neue GEPA-G-Skulptur auf dem Firmengelände. (Bild: GEPA – The Fair Trade Company/A. Fischer)

Haben Sie faire Lebensmittel beim Catering eingesetzt?
GEPA-Lebensmittel – fair und größtenteils bio – wurden selbstverständlich auch für das Catering und im Ausschank verwendet, u. a. unsere Bio-Pasta und die Bio-Quinua. Bei der Weinverkostung waren nicht nur die Weine fair: Die Reserva- und Reserve-Weine, die wir speziell zum Jubiläum anbieten, haben wir in fair gehandelten Upcycling-Gläsern unserer Handwerkspartner gereicht. Ansonsten hatte der Caterer Geschirr mitgebracht und auch wieder mitgenommen – es gab also kein Wegwerfgeschirr. Die GEPA geht häufig über internationale Fair Handelsstandards hinaus. 75 % unserer Lebensmittel stammen zudem aus ökologischem Anbau. Da die GEPA-Rohwaren bei der Produktion und Verarbeitung von anderen Rohwaren getrennt werden, ist die gesamte Produktionsund Lieferkette rückverfolgbar und transparent.

Wie sah es mit der Nachhaltigkeit bei der Anreise aus?
Mitarbeiter und Gäste haben wir motiviert, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Feier zu kommen – generell fördert die GEPA das Fahrradfahren mit dem Job-Rad-Programm.

Woher kam der Strom fürs Fest?
Unser durch Rapsöl gespeistes Blockheizkraftwerk erzeugt nicht nur Wärme für die Heizung, sondern durch hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung auch Strom. Das Rapsöl stammt aus der EU und entspricht der Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung. Dieser Strom wird ins allgemeine Stromnetz eingespeist – im Gegenzug erhalten wir von den Wuppertaler Stadtwerken regenerativ erzeugten Strom. Der wurde natürlich auch beim Fest genutzt.

Robin Roth, Matthias Kroth
Die beiden GEPA-Geschäftsführer Robin Roth (liegend, bis März 2016 bei der GEPA) und Matthias Kroth mit der neuen GEPA-G Skulptur. (Bild: afi-fotodesign)

Achtet die GEPA auch auf ihre CO2-Bilanz?
Ja, so haben wir bereits zum zweiten Mal unseren CO2-Fußabdruck messen lassen. Den CO2-Emissionen, die wir als Unternehmen nicht vermeiden können, setzen wir mit einem Klimaschutzprojekt gemeinsam mit unserem Partner ATC etwas entgegen. Mit einem Baumpflanzprojekt engagiert sich die GEPA gemeinsam mit ihrem langjährigen Partner ATC auf den Philippinen zudem für Klimaschutz.

Gibt es noch weitere Nachhaltigkeitsaspekte, die Sie berücksichtigt haben?
Im Jubiläumsjahr kooperiert die GEPA zum Beispiel mit dem Wuppertaler Velotaxi. Bei verschiedenen Veranstaltungen in der Stadt können sich die Gäste ein Stückchen radeln lassen – umwelt- und klimafreundlich. So auch beim GEPA-Skulpturenfest am 22. Mai. Beim Fest kamen natürlich auch Printmaterialien zum Einsatz: Unsere Infoflyer, Plakate, Tischaufsteller und Broschüren lassen wir auf chlorfrei gebleichtem Recyclingpapier drucken, wobei in der Regel mineralölfreie Farben verwendet werden. Und nicht vergessen: Nach der Party ist vor der Party – so wurde der Blumenschmuck zum Schluss unter den Anwesenden verteilt. Einiges haben die Kolleginnen und Kollegen auch wieder auseinander genommen, um Teile davon wiederzuverwenden.

Im Folgenden finden Sie weitere Kommentare im Rahmen der Branchenumfrage “Nachhaltigkeit” – einfach den Links folgen!

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