Größtes Holografie-Kino der Welt

Hologrammshow: Extended Reality World im Zoo Amnéville

Die Extended GmbH hat das größte Holografie-Kino der Welt in einem Zoo in Frankreich erschaffen. Die Technik der Dauerinstallation sowie Halle mit 2.000 Sitzplätzen können dabei auch für Corporate Events genutzt werden.

Extended Reality World(Bild: Extended GmbH)

Angefangen hat alles mit dem Holografie-Elefanten im Circus Roncalli, der viral ging und mit insgesamt einer Milliarde Klicks für weltweite Aufmerksamkeit sorgte. Jetzt haben sie es wieder getan: Die Extended GmbH hat das größte Holografie-Kino der Welt kreiert. Erwarten würde man die „Extended Reality World“ vielleicht in Disneyland, Paris, sie ist aber im Zoo von Amnéville, ca. 30 km hinter der deutschen Grenze, als Dauerinstallation errichtet.

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Die Hologrammshow führt zuerst auf eine Reise ins Weltall, bevor sie in drei unterschiedliche Lebensräume des blauen Planeten eintaucht, um Tiger, Eisbären, Haie, Wale und andere Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben. Dominik Zwerger, Geschäftsführer von Prudentia Capital, Besitzer des Zoos von Amnéville, ist begeistert: „Wir freuen uns sehr über unsere Partnerschaft mit den Künstlern von Extended, den weltweiten Experten auf dem Gebiet von Hologrammshows. Gemeinsam haben wir in kürzester Zeit ein neues Konzept für unsere Veranstaltungsarena in Form der größten Hologrammshow mit Tieren weltweit geschaffen.“

Circus Roncalli Elefant
Holografie-Elefant im Circus Roncalli (Bild: Extended GmbH)

Die Wiege der beeindruckenden Holografie-Installation liegt dabei in Castrop-Rauxel. Hier hat die Extended GmbH mit dem eigenen 300 m2 großen Inhouse-Studio ihren Hauptsitz. 1997 als blueBOX Medienagentur GmbH gegründet und auf Film, Apps und Webanwendungen spezialisiert, wurde das ehemalige Geschäftsfeld später in die blueBOX GmbH ausgegliedert, während die umfirmierte Extended GmbH sich, wie der Name vermuten lässt, auf Extended Reality spezialisiert hat. Die zehn festen Mitarbeitenden ¬– darunter Mediengestalter:innen, 2D- & 3D-Artists, Studio Manager, Producer, Office Manager, Kreativdirektion, Geschäftsführung – verstehen sich als internationale Kreativschmiede für virtuelle Inhalte.

EVENT PARTNER sprach mit Jan-Hendrik Berger, der aus der klassischen Live-Kommunikation kommt und seit rund einem Jahr zusammen mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Birger Wunderlich die Geschicke der Extended GmbH leitet.

Jan-Hendrik Berger
Jan-Hendrik Berger (Bild: Extended GmbH)

Wie kam es zu der Show?

Jan-Hendrik Berger: Die jetzige Extended Reality World im Zoo von Amnéville war vor kurzem noch die Tiger World, eine noch recht neue Halle, in der echte Tigershows stattgefunden haben. Der neue Besitzer des Zoos, die Prudentia Capital, fand eine solche Tiershow nicht mehr zeitgemäß und wollte dem Zoo frischen Wind verleihen sowie einen neuen Zuschauermagneten schaffen.

Dominik Zwerger, Founder und Initiator des Investments in den Zoo, rief uns an und erzählte, er wäre auf unseren Holografie-Elefanten aufmerksam geworden – ob so etwas auch bei ihm möglich wäre. Ein paar Tage später hatten wir die Halle vermessen und ein Konzept präsentiert, das alles Vorherige übertraf. Heute bekommen wir Anrufe von Freunden, die die Plakatierung der Show z.B. in der Pariser Metro gesehen haben.

Was unterscheidet Ihre Show von anderen?

Berger: Wir projizieren auf zwei Ebenen. Im Vordergrund haben wir eine maßgeschneiderte Holografie-Gaze von 300 m2 und im Hintergrund eine Polyleinwand für ein Mapping von 400 m2. Durch die 34 Beamer (10x Optoma ZU1050 mit je 10.000 Lumen und 24x Optoma ZH406 mit je 4.500 Lumen) sowie die 16.000 Watt Sound wird das Publikum in eine immersive virtuelle Umgebung (IVE) gesogen, die den Eindruck vermittelt, die Tiere buchstäblich berühren zu können. Beeindruckend ist, dass die Auflösung der Bilder schärfer ist, als das menschliche Auge wahrnehmen kann.

Tiger World Zoo von Amnéville
Extended Reality World im Zoo von Amnéville (Bild: Extended GmbH)

Löst die Virtualität die Realität in Ihren Augen ab?

Berger: Ich hoffe zumindest nicht komplett … (lacht) Wir sind genauso froh, dass wir uns wieder in der Realität sehen, wie wahrscheinlich alle anderen auch. Beim Beispiel des Zoos wollen wir die echten Tiere auch keinesfalls ersetzen. Es ist eine in meinen Augen tolle Ergänzung. Unser Ziel ist es, durch unsere Show einen weiteren Besuchsanreiz zu schaffen, durch den Einnahmen generiert werden und so noch mehr in die Tiere und deren Wohlbefinden investiert werden kann.

Durch die eingesetzte Technik haben wir neben dem Wow-Element die Möglichkeit, Wissen zu transportieren. Die Show zeigt die Fragilität der Tierwelt auf. Im nächsten Schritt werden weitere Infos zu den Tieren integriert, z.B. durch den X-Ray-Effekt, der ein Skelett zeigt, wodurch Bewegungsabläufe klarer werden.

Dies lässt sich auch wunderbar auf andere Eventformate adaptieren. Der Vorstand, der seine Jahreszahlen in 3D durch den Raum fliegen lässt, oder eine Künstlercrew, die mit dem Content interagiert. Das ist alles eine Frage von gutem Storytelling. Die Zeit der klassischen PowerPoint-Präsentation ist vorbei. Wir helfen unseren Kunden dabei, etwas Besonderes, für viele noch Ungesehenes, zu kreieren. Die Realität wird nicht nur um virtuelle Bausteine erweitert, sondern beide Welten miteinander verschmolzen – und das in Echtzeit.

Können die Halle und die Show auch für Corporate Event genutzt werden?

Berger: Absolut. In Zukunft soll die Arena auch für Corporate Events geöffnet werden. Damit ist nicht gemeint, dass sich die Gäste die Show mit Tieren anschauen sollen, vielmehr hat das Setup ein riesiges Potenzial für Business Events: die Halle mit ihren 2.000 Sitzplätzen, eine große Auswahl an Hotels, Parkplätzen und natürlich der USP – die bereits vorhandene Holografie-Technik. Wir helfen gerne bei der Kreation der Story und beim Erstellen des Contents.

Gibt es eine solche Installation auch in klein?

Berger: Natürlich können solche Installationen auch in kleiner vorgenommen werden, das ist sogar die Regel. Unsere Ideen und Umsetzungen sind immer maßgeschneidert auf die individuellen Voraussetzungen, bestehend aus Ort, Zielen, Zielgruppe und natürlich dem Budget.

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