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Recht & Versicherung: Geheimnisschutz
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Berufe quer durch die Eventbranche

Event-Jobs im Portait: Matthias Krauß, Musikproduzent

Matthias Krauß, 50 Jahre jung, aus Köln, ist bei wolf one, Agentur für Szenotainment, als Komponist, Musikproduzent und Musiker angestellt. Einer von vielen möglichen Jobs in der Eventbranche, den wir hier porträtieren.

Matthias Krauß
Matthias Krauß (Bild: wolf one)

Von Musik kann Matthias Krauß auch in seiner Freizeit nicht genug bekommen. Obwohl er beruflich viel auf Tour ist, wird er auch privat immer wieder vom Reisefieber gepackt, dann geht es am liebsten nach Fuerteventura. Und wenn er mal nicht unterwegs ist, nutzt er die Zeit besonders gerne, um Freundschaften zu pflegen.

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Was sind Ihre Aufgaben im Job?

Matthias Krauß: Meine wichtigste Aufgabe ist es immer, eine emotionale Ebene herzustellen, die das Publikum bewusst und unterbewusst anspricht und direkt in den Bann zieht. Musik ist einer der stärksten Treiber von Emotionen überhaupt, deshalb macht es mir auch immer wieder Spaß, bewusst mit den Gefühlen des Publikums zu spielen und völlig unterschiedliche Reaktionen heraus zu kitzeln.

Im Rahmen von Events muss die Musik natürlich alle kreativen Gewerke unterstützen und mit ihnen zusammenspielen. Hier ist meine Aufgabe dann vor allem die Komposition und Produktion von einzigartigen Soundtracks, die eine jeweils gewünschte Stimmung unterstützen, der Inszenierung einen emotionalen Spannungsbogen verleihen und das Publikum auf eine Reise mitnehmen.

In enger Absprache mit Kunden und Kreativagenturen werden hier im Entstehungsprozess viele Punkte berücksichtigt, die im besten Fall am Ende eine totale Einheit von Dramaturgie, Choreografie, Lichtdesign, Video und Performances etc. herbeiführen. Die Musik soll eine Geschichte erzählen, sie soll das Publikum abholen, begeistern und anrühren.

Im Kreativprozess kristallisiert sich dann heraus, in welche stilistische Richtung sich die Komposition entwickeln soll. Dementsprechend werden Instrumentierungen ausgewählt, die passenden Musiker gebucht, eventuell Arrangements für Orchester geschrieben. Und natürlich müssen im Produktionsprozess auch logistische und technische Fragen berücksichtigt werden, so dass der vorgegebene Produktionsplan eingehalten und die Kompatibilität zu den technischen Gewerken vor Ort sichergestellt werden.

Musik für Events zu machen, ist oftmals ein iterativer Prozess, der sich teilweise bis zum Zeitpunkt der Aufführung fortsetzt. Dann werden noch vor Ort Feinheiten geändert oder ergänzt, zusätzliche Effekte eingebaut oder Soundanpassungen – z.B. für Surround-Mischungen – vorgenommen, um das Optimum aus Raum und Technik herauszuholen. Am Ende ist es ein Zusammenspiel aus Erfahrung und Leidenschaft. Und ich persönlich bin immer wieder aufs Neue von dem Wunsch getrieben, etwas Originäres zu erschaffen.

Welche schulische/berufliche Laufbahn haben Sie bis heute durchlaufen?

Krauß: Erst einmal ganz klassisch Abitur, dann ein Kontaktstudiengang Popularmusik, daneben eine private Klavierausbildung. Das Gitarre spielen habe ich mir autodidaktisch beigebracht und dazu noch Kurse in Musiktheorie und Gehörbildung besucht.

Mit 21 gründete ich mit einem Partner unsere eigene Musikproduktionsfirma mit Tonstudio, Musikverlag und Booking-Büro. Mit dieser realisierte ich unzählige Produktionen im Bereich Rock, Pop, Jazz und Instrumentalmusik. Dazu kamen die Komposition und Produktion vieler Werbemusiken für TV und Radio.

2000 launchte ich dann meine Firma Timelock-Music. Mit dieser habe ich viele weitere Musikproduktionen auf den Weg gebracht – darunter sogar zahlreiche Chart-Erfolge und diverse Gold- und Platin-Auszeichnungen. Darüber hinaus spezialisierte ich mich weiter auf Film- und Eventmusik, u.a. mit Kompositionen für diverse Daily Soaps (RTL, SAT 1, SIXX) und zahlreiche Großproduktionen im Eventbereich (z.B. BMW auf der IAA 2013, 2015, 2017, Stadionshows für FIFA, Audi Cup, DFB).

Matthias Krauß
Matthias Krauß (Bild: wolf one)

Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit besonders Freude, was würden sie ändern wollen?

Krauß: Das Starten mit einem „weißen Blatt Papier“ und der Prozess bis zur Veranstaltung, dass es immer wieder eine neue Herausforderung ist und kein Projekt dem anderen gleicht – das macht meine Arbeit jeden Tag aufs Neue spannend.

Oft wäre es schön mehr Zeit für einzelne Projekte zu haben, um noch weiter ins Detail gehen zu können. Und ich würde mir wünschen, dass jede/r Beteiligte mehr das Gesamte sieht als „nur“ seinen eigenen Part, weil v.a. eine Live-Inszenierung so viel stärker wird, wenn alle Einzelteile perfekt ineinandergreifen.

Wie wichtig ist Ihnen Ihre Arbeit allgemein?

Krauß: Sehr wichtig! Es ist ein toller Beruf, der mir mit zunehmendem Alter immer mehr Freude macht und den ich sehr gerne und mit viel Herzblut mache!

Arbeit ist sicherlich nicht alles im Leben. Aber wenn man seine Arbeit liebt und man sie mit Leidenschaft angeht, fühlt es sich gar nicht mehr an wie Arbeit.

Wo sehen Sie sich in der Zukunft, privat und/oder beruflich?

Krauß: Ich würde diesen Job gerne, so lange es möglich ist, machen. Das Erschaffen von Musik wird hoffentlich immer ein Teil meines Lebens bleiben. Natürlich gerne in Verbindung mit privaten Zielen. Die Arbeit sollte später nicht mehr den Hauptteil der Zeit beanspruchen. Allerdings wird, wie schon erwähnt, Musik immer ein wichtiger Teil bleiben.

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