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Herausforderungen der Pharmaindustrie

Road2BOE – Ulrike Tondorf im Interview: „Neue Lösungen sind gefragt“

Vor welchen Herausforderungen steht die Pharmaindustrie, wenn es in der pandemischen Zeit um die hybride Zielgruppenansprache geht? Und wie kann es künftig gelingen, die Zielgruppen sowohl im Live-Umfeld als auch digital zu erreichen? Nextlive-Chefredakteur Sjoerd Weikamp spricht in Folge neun von „Around the world – An International Talkshow on the Road2BOE“ mit Ulrike Tondorf, Head of Brand Activation & Engagement bei der Bayer AG, über Trends und Entwicklungen in der Pharmaindustrie.

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Die Brand-Experience spielt eine gewichtige Rolle im Bayer-Konzern – die Marke Bayer soll dabei im Live-Umfeld wie digital gleichermaßen erlebbar werden. Doch mit Einbruch der Pandemie sah sich der Konzern in der Umsetzung vieler Kampagnen großen Herausforderungen gegenübergestellt. Denn Präsenzveranstaltungen konnten bis auf weiteres nicht mehr stattfinden. So war die Bayer AG einer der ersten DAX Konzerne, der seine jährliche Hauptversammlung online durchführte.

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Auch wenn sich die Umsetzung eines solchen Kongresses vergleichsweise unproblematisch gestalten ließ, so sah das bei der Umsetzung von Symposien und anderen medizinischen Fachveranstaltungen schon wieder ganz anders aus. Eines der größten Probleme in der Kommunikation während der Pandemie bestand nach Aussage von Ulrike Tondorf darin, dass HCPs (Healthcare Professionals) zwar Content digital abrufen, aber die Produkte nicht wirklich promotet werden konnten. Was fehlte: der persönliche Kontakt, das Netzwerken und die (Live-) Kommunikation mit den Kunden.

„In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Situation dramatisch verändert“, so Ulrike Tondorf. „Ganz plötzlich waren wir nicht mehr in der Lage, mit unseren Zielgruppen innerhalb von Präsenzveranstaltungen zu interagieren. Und die Kreation digitaler Experiences war an der Stelle nicht wirklich effizient. Denn Symposien und Fachveranstaltungen wurden auch online gut angenommen, aber die persönliche Interaktion mit den Teilnehmer:innen hat weniger gut funktioniert. Da sind neue Lösungen gefragt, die aktuellen Angebote auf dem Markt sind meiner Meinung nach nicht wirklich zureichend.“

Fazit der Marketing- und Budget-Entscheiderin: Das Teilen von Informationen sei auch künftig online sehr gut darstellbar, die Reichweite erhöhe sich dabei und zudem ließe sich so die Nachhaltigkeit noch weiter steigern. Wichtig sei aber auch die Verknüpfung mit der Zielgruppe, die ihren Informationsbedarf online (und nicht live) abdeckt, damit man eben diese künftig nicht abhängt und verliert. Dafür müsse man gemeinsam mit der Expert:innen aus den Agenturen von Live-Kommunikation und Experience-Marketing nach Lösungen suchen.

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