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Cisco Praxis-Check und MIT-Studie

Hybrid Work: Ein Booster für die Unternehmenskultur?

Das MIT Sloan Management Review (SMR) hat zusammen mit Cisco eine weltweite Umfrage zu aktuellen Entwicklungen von Hybrid Work durchgeführt, welche die Probleme und Chancen aufzeigen soll. An der Umfrage nahmen 1.561 Mitarbeitende von Unternehmen aus 56 Ländern teil – darunter auch aus Deutschland sowie aus allen Branchen und Unternehmensgrößen. Das MIT Sloan Management Review (SMR) ist ein forschungsbasiertes Magazin vom Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Porträt von Detlev Kühne von Cisco
Detlev Kühne, Direktor Mittelstandskunden und verantwortlich für die strategische Entwicklung der Hybrid-Work-Aktivitäten bei Cisco Deutschland (Bild: Harald Schnauder für Cisco Systems)

Zentrale Erkenntnisse der Studie sind:

Hybrid Work verbessere die Unternehmenskultur: Laut der MIT-Untersuchung hat die Arbeit an verteilten Standorten der Unternehmenskultur nicht geschadet, sondern sie teils sogar verbessert. Mehr als 90% der Befragten bestätigen, dass sich Remote Work positiv auf die Unternehmenskultur auswirke. Zudem sagen 88% der Befragten, dass sich die Übereinstimmung der Unternehmensprozesse mit den Unternehmenswerten dadurch verbessere (47%) oder nicht verändert (41%) habe.

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Die Führungsqualität erhöhe das Zugehörigkeitsgefühl und nicht der Arbeitsort: 83% der Teilnehmenden vertrauen den Führungskräften, dass sie das allgemeine Zugehörigkeitsgefühl stärken. Demnach leben Manager und Führungskräfte Inklusivität und Fairness vor. 80% geben an: Ihre Vorgesetzten fördern immer oder häufig ehrliches und offenes Feedback. Laut 76% vermeiden Vorgesetzte Formulierungen, die einige Personen ausgrenzen könnten. Und fast drei Viertel verteilen wichtige Aufgaben an alle und nicht nur wenige Mitarbeitende.

Hybrid Work führe zu einem höheren Engagement der Mitarbeitenden: 59% der Befragten glauben, dass die Wahl des Arbeitsortes frei und nicht vorgegeben sein sollte. Dabei bestätigen 68%: Die freie Wahl des Arbeitsortes ist ein wichtiger Faktor für das Engagement und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden. Dies deute darauf hin, dass der Grund für diesen Wunsch in einer ausgeglichenen Work-Life-Balance liegt.

„Die Vorbehalte gegenüber Homeoffice und Hybrid Work sind in der Praxis unbegründet – das zeigt die Wissenschaft“, sagt Detlev Kühne, Direktor Mittelstandskunden und verantwortlich für die strategische Entwicklung der Hybrid-Work-Aktivitäten bei Cisco Deutschland. „Hybrid Work verbessert die Unternehmenskultur. Für die Schaffung eines Zugehörigkeitsgefühls sind Führungsqualität und Kultur viel wichtiger als der Arbeitsort.“

Laut 89% sei das Gefühl der Vielfalt und Integration mindestens gleichgeblieben. Angehörige der Generation Z (seit 1995 geboren) seien sogar mit 56% der Meinung, dass sich Vielfalt und Integration verbessert haben. Millennials sehen das ähnlich (52%, 1980-1994), die Generation X (45%, 1965-1979) und Baby Boomer (35%, 1946-1964) allerdings anders.

Ergebnis-Tabelle MIT-Studie zu Hybrid Work
Umfrage-Ergebnisse der verschiedenen Altersgruppen zum Thema Hybrid Work (Bild: MIT Sloan Management Review)

Die Wünsche der Mitarbeitenden

Tatsächlich wünschen sich die meisten Angestellten Hybrid Work. Dabei sehen sie es realistisch, dass diese Flexibilität mit Kompromissen verbunden ist. So erwarten nur wenige Homeoffice-Kolleg:innen (23%) die gleichen Vergünstigungen wie Büroangestellte – etwa Kinderbetreuung, Mitgliedschaft im Fitnessstudio oder Pendelkosten. 62% haben wenig oder gar keine Sorgen, dass sich das Lohngefälle zwischen Homeoffice- und Büro-Mitarbeitenden vergrößern könnte. 22% halten es für wichtig, dass die Kosten für das Heimbüro erstattet werden. Allerdings müssen Unternehmen eine entsprechend hohe IT-Security auch für das Homeoffice gewährleisten.

Grafik zu den Wünschen der Mitarbeiter:innen
Die Wünsche der Mitarbeiter:innen nach den Ergebnissen des SMR (Bild: MIT Sloan Management Review)

Büro als Ort für Teamwork – nicht für Karriere

Zudem erkenne die Belegschaft, dass sich die Bedeutung des Büro-Arbeitsplatzes verändert. Sie betrachte das Büro als einen Ort für optimales Teamwork, nicht um gesehen zu werden. Zu den wichtigsten Vorteilen der Anwesenheit im Büro gehören der Umfrage nach: mehr Kreativität und Zusammenarbeit sowie das Erlernen und Entwickeln neuer Fähigkeiten.

Praxis-Check: Cisco Experience Lab Tour

Die Relevanz und den Diskussionsbedarf zu Hybrid und Future of Work belege auch die Cisco Experience Lab Tour. In bundesweit sechs Städten präsentierte Cisco innovative Lösungen für verteiltes Arbeiten mit der Möglichkeit, Use Cases zu testen und Herausforderungen zu besprechen. Sämtliche Hardware und Software sei dabei in einem speziell dafür umgebauten Wohnwagen der Firma Fendt Caravan installiert gewesen, inklusive autarker Strom- und Internetversorgung.

Nach über 50 Terminen mit unterschiedlichen Vertreter:innen aus den Bereichen Human Ressources, Real Estate sowie IT führender DAX-Konzerne und Mittelständler resümiert Tom Hirschbach-Taddey, Leader Collaboration Specialists bei Cisco: ,,Bei fast allen Besucherinnen und Besuchern stand das Thema Return to Office ganz oben auf der Agenda. Die Menschen kehren nur wegen Menschen ins Büro zurück und nicht wegen neuer Technik und Einrichtung. So müssen Unternehmen entsprechende Umgebungen schaffen, um neue Formen der Collaboration zu unterstützen. Dabei spielen Themen wie moderne Unternehmensportale, Surveys, digitale Lern- und Informationsinhalte, aber auch In-Room Navigation und eine intuitive Bedienung der Lösungen eine wichtige Rolle. Es geht verstärkt darum, Kolleg:innen und Räume schnell zu finden – online und vor Ort. Weitere Gründe für die Rückkehr sind gezielte Trainings zum Erlernen neuer Skills sowie der Austausch von Informationen bei einem Kaffee.“

Grafik zu den Ergebnissen der MIT-Studie(Bild: MIT Sloan Management Review)

Klares Feedback der Unternehmen sei auch gewesen, dass es keine hundertprozentige Rückkehr in die Büros geben wird. Daher müssen alle Systeme Hybrid Work unterstützen. Das reicht von flexiblem Hot Desking über Whiteboarding für Visual Collaboration und intelligenten Videokonferenzsystemen bis zu einfachem Video Recording. Weiterhin stehe sehr hoch auf der Liste von Herausforderungen der deutschen Unternehmen: Video-gestützte Meetings, die auch hybrid das Gefühl vermitteln, alle Teilnehmer:innen bestmöglich einzubinden – ob im Konferenz- oder Meetingraum, auf Reisen oder im Homeoffice. So sollen viele Entscheider:innen nicht wissen, wie sie Brainstormings etwa mit virtuellen Whiteboards sowie Umfragen, Townhalls, hybride Events, Meetings oder dafür ergänzende Collaboration-Lösungen auf effiziente Weise im Alltag kombinieren und weiterentwickeln können.

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