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Veranstaltungswirtschaft

Auslastung steigt, Planungssicherheit bleibt gering

Die Veranstaltungswirtschaft blickt auf einen vergleichsweise starken Oktober. Der aktuelle Auslastungsindex prognostiziert 77 Prozent Auslastung und liegt damit über dem Vorjahreswert. Für die kommenden Monate fallen die Erwartungen allerdings deutlich verhaltener aus.

Auslastungsindex Veranstaltungsbranche® (AI-edited) (Bild: R.I.F.E.L.)

Die Auslastungserwartungen in der deutschen Veranstaltungswirtschaft liegen zum zweiten Mal in Folge über dem jeweiligen Vorjahresniveau. Laut aktuellem Auslastungsindex Veranstaltungsbranche, den der fwd: Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft für das Forschungsinstitut R.I.F.E.L. erstellt, rechnen die befragten Unternehmen im Oktober 2026 mit einer Auslastung von 77 Prozent. Im Oktober 2025 waren es 71 Prozent. Bereits im September hatte der Index mit 83 Prozent den Vorjahreswert von 73 Prozent deutlich übertroffen.

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Bemerkenswert ist auch die kurzfristige Entwicklung: Noch bei der September-Befragung hatten die Unternehmen für Oktober lediglich 72 Prozent Auslastung erwartet. Innerhalb eines Monats stieg die Prognose damit um fünf Prozentpunkte. Die Zahlen deuten auf eine positive Entwicklung hin, zeigen zugleich aber, wie kurzfristig sich die Auftragslage in der Veranstaltungswirtschaft verändern kann.

Messebau deutlich stärker ausgelastet als andere Bereiche

Hinter dem branchenweiten Durchschnitt verbergen sich erhebliche Unterschiede. Besonders hoch fällt die prognostizierte Oktober-Auslastung im Messebau mit 94 Prozent aus. Im Bereich Infrastruktur liegt sie dagegen bei lediglich 65 Prozent. Der Gesamtindex kann die wirtschaftliche Situation der einzelnen Branchensegmente daher nur eingeschränkt abbilden.

Auch die Aussichten für die kommenden Monate bleiben verhalten. Für November erwarten die Unternehmen eine Auslastung von 66 Prozent, im Dezember soll sie auf 47 Prozent zurückgehen. Für die ersten drei Monate 2027 bewegen sich die Prognosen lediglich zwischen 48 und 49 Prozent.

„Dass die Auslastungserwartungen zum zweiten Mal in Folge über dem Vorjahresniveau liegen, ist eine erfreuliche Entwicklung. Für eine Entwarnung ist es allerdings zu früh“, erklärt Alexander Ostermaier, Geschäftsführer des fwd:. Die zunehmend kurzfristige Auftragsvergabe erschwere die Planung für Unternehmen erheblich. Fehlende Planungssicherheit gehöre derzeit zu den größten Herausforderungen der Veranstaltungswirtschaft.

Breitere Datenbasis soll Aussagekraft verbessern

Aktuell sind 186 Unternehmen für die regelmäßige Befragung registriert. Die Ergebnisse bilden deren Auslastungserwartungen ab und sind daher nicht repräsentativ für die gesamte Veranstaltungswirtschaft. Der Verband fwd: möchte die Datenbasis deshalb verbreitern und ruft Unternehmen aller Branchensegmente zur Teilnahme auf – unabhängig von einer Verbandsmitgliedschaft.

Durch eine größere Beteiligung sollen künftig auch die unterschiedlichen Entwicklungen innerhalb der Veranstaltungswirtschaft differenzierter sichtbar werden.

>> Hier gehts zur Anmeldung: https://www.umfrageonline.com/s/Anmeldung-Auslastungsindex

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