Kulinarisches Storytelling

Interview mit Kaiserschote-Inhaber André Karpinski

Catering ist heute weit mehr als Kanapees und Partyservice. Das Motto einer jeden Veranstaltung spiegelt sich im Foodkonzept wider. Storytelling ist also auch im Bereich der Gaumenfreuden längst angekommen.

André Karpinski
André Karpinski, Inhaber und Geschäftsführer der Kaiserschote. (Bild: Manuel Thome Photography/Kaiserschote)

EVENT PARTNER sprach mit André Karpinski, Inhaber und Geschäftsführer der Kaiserschote Feinkost Catering GmbH, über Trends und Entwicklungen im Eventcatering:

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Herr Karpinski, was meinen Sie, wenn Sie von kulinarischem Storytelling sprechen?

Beim kulinarischen Storytelling geht es darum, die „Mood Scripts“ des Kunden aufzunehmen und darauf basierend – einem ganzheitlichen Ansatz des Eventmanagements folgend – ein kulinarisches Konzept zu entwickeln, also eine Geschichte zu erzählen.

Können Sie uns hierfür Beispiele nennen?

Bei der Präsentation eines Elektro-Sportwagens ist das Catering durch die Einbindung von Zertifikaten CO2-frei und die im Auto verbauten Materialien kommen im Konzept zum Einsatz. Für ein Unternehmen, das sich mit Gas beschäftigt, haben wir auf dem werkseigenen Gelände ein Catering-Konzept umgesetzt, bei dem die Zubereitung und das Food-Konzept auf dem Thema Gas beruhten. Hier kam zum Beispiel unser „Burn to be Wild“-Live-Cooking zum Einsatz, bei dem hauchdünne Rinderfiletscheibchen mit einem großen Bunsenbrenner von oben „geburnt“ werden. Köstlich, spektakulär und passend zum Kunden.

Kaiserschote Catering bei den eco Internet Awards 2015
Das Catering bei den eco Internet Awards 2015 wurde von der Kaiserschote auf das Motto „Gestern. Heute. Übermorgen!“ abgestimmt. (Bild: Manuel Thome Photography/Kaiserschote)

Also ist Catering heute weit mehr als „nur“ Essen. Sie als Caterer sind seit über 20 Jahren mit Ihrem Unternehmen am Markt. Wie beeinflussen diese geänderten Anforderungen Ihre Unternehmensstrategie?

Unsere Standardantwort hierauf ist: Den steten Wandel im Catering verstehen wir als „kulinarische Evolution“. Das bedeutet im Klartext: Gutes konzeptionelles Catering ist eine Bühne für die Botschaft des Kunden. Der thematische rote Faden, die Gästestruktur, aber auch das Budget müssen ihre Berücksichtigung im Konzept finden. Aus unternehmerischer Sicht bedeutet dies, dass wir unsere Leidenschaft für gutes Essen und für gelungene Veranstaltungen jeden Tag aufs Neue mit unserem Team unter Beweis stellen. Wir sind ein schlank aufgestelltes Unternehmen und kennen unsere Kunden gerne persönlich.

Welche Themen werden Sie und Ihr Unternehmen Kaiserschote in nächster Zeit beschäftigen?

Es wird Sie nicht überraschen, dass es bei uns hauptsächlich ums „Essen“ geht. Allerdings sind wir gerade dabei, uns, wenn es um Kommunikation rund um unser Lieblingsthema geht, frisch und vor allem digital aufzustellen. Wir entwickeln gerade eine neue Website: An dieses Projekt angeschlossen entsteht ein Food-Blog, wir gehen neue Partnerschaften mit Trendsettern im Food-Bereich ein und haben unseren Außenauftritt überarbeitet und aufgefrischt. Strategische Kooperationen mit Multiplikatoren wie z. B. Locations werden immer wichtiger und sind für uns ein fortwährendes Thema. Anfang September findet unsere jährliche Catering-Trend-Show „Prémière Vision“ statt. Wir lieben, was wir tun, und deshalb freuen wir uns auf alle zukünftigen Herausforderungen und Projekte.

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