Uniplan gestaltet Nu Skin Gala in Dubai

Uniplan kreiert Incentive Event der Superlative

Gala-Abend mal anders: Für den weltweit agierenden Kosmetikkonzern Nu Skin hat Uniplan aus Köln an zwei Abenden in der Wüste außerhalb von Dubai eine Show irgendwo zwischen Karaoke-Event, Kostümfest und Multimedia-Spektakel inszeniert. Andere Länder, andere Vorlieben. Den chinesischen Gästen – die übrigens mit zwei Mal fast 8.000 den Rekord der größten Reisegruppe Dubais aufstellten – gefiel es blendend.

Wenn das amerikanische Kosmetikunternehmen Nu Skin einmal im Jahr seine besten Verkäufer als Dankeschön auf eine Reise einlädt, dann wird es pompös. Schließlich ist es das Motto von Nu Skin, jedes Jahr das Unmögliche möglich zu machen. Daher ließ der Kosmetikkonzern auch verschiedene Städte bzw. Austragungsorte pitchen, wohin die Reise für die besten Mitarbeiter und ihre Familien aus der Verkaufsregion „Greater China“ gehen sollte. Kein Pappenstiel, schließlich ging es darum, mit 16.000 Menschen fünf Tage lang die bis dato größte Reisegruppe Dubais zu beherbergen und zu bespaßen. Dubai machte das Rennen, die Stadt, die ebenfalls einen Superlativ auf den anderen setzt. Das passte: Besagte Incentive-Reise sollte für die Gäste in einem fulminanten Gala-Abend gipfeln, dessen Inszenierung Uniplan – in Kooperation mit ihrem Büro in Taiwan – für sich entscheiden konnte. Das Konzept, in Verbindung mit dem, was Uniplan zum Thema Produktionssicherheit zu erzählen hatte, überzeugte.

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Die von Nu Skin gewählte Location stellte die Kölner Agentur für Live Communication jedoch vor eine nicht gerade geringe Herausforderung: Die außerhalb von Dubai gelegene The Meydan Arena war erst vor wenigen Jahren aus dem Wüstensand gestampft worden, weil der Scheich Pferderennen veranstalten wollte. Mit einem Innenraum von 110 Meter Tiefe und 230 Meter Breite ist die Arena fast doppelt so groß wie das Berliner Olympiastadion. Der kleinstmögliche Blickabstand von der ersten Reihe bis zur Mitte der Bühne beträgt 50 Meter – auf diese Entfernung sahen selbst die verwendeten riesigen Videowände wie Spielzeug aus. Plus: Bei dieser Art von Open-Air-Location gab es keine Fallback-Lösung. Ein Risiko, wenn auch ein überschaubares, da es langjährige Wetterstatistiken gibt.
Uniplan inszeniert 1001 Nacht auf Chinesisch
Die Grundidee von Uniplan war es, die Gäste – passend zum Unternehmenslogo, dem Jungbrunnen – mitten in der Wüste auf eine Oasis of Beauty treffen zu lassen, einen Ort, an dem es Essen und Getränke im Überfluss gibt und in dessen Mitte eine magische Bühne vorhanden ist. Das Thema der 1001 Nacht bot sich an einem solchen Ort und in diesem Zusammenhang für das Storytelling selbstredend an. „Wir dachten zuerst, das wird ein formeller Gala-Abend in Abendgarderobe, aber in China ist das alles etwas anders“, erzählt Tobias Stupeler, Creative Director bei Uniplan, „das war auch für uns ein Lernprozess. In Asien geht es sehr viel bunter, fröhlicher und interaktiver zu – so haben sich etwa alle Chinesen gemäß dem 1001-Nacht-Motto verkleidet.“
Über die Ankunftszeit der Gäste hinweg wurde drei Stunden lang ein Beiprogramm mit Fotomöglichkeiten geboten: In einer Art „Souk“ konnten die Gäste vom Kunden bereitgestellte Souvenirs aus Dubai kaufen, sich mit Bauchtänzern und Falken ablichten lassen. Nachdem die rund 200 Reisebusse und 100 Stretch-Limos ihre Passagiere in der als Dinner bestuhlten Arena abgesetzt hatten, legte Uniplan – auf Kundenwunsch – mit einem 45-minütigen Mitsing-Konzert mit chinesischen Hits los. „Unser Vorteil als Uniplan ist es, dass wir ein Office in Taiwan und dementsprechend ein gutes Netzwerk haben“, erklärt Tobias Stupeler. „Wir sind natürlich nicht so stark in der chinesischen Kultur verwurzelt, dass wir sagen könnten, welche Songs funktionieren. Dafür haben wir hier in Deutschland das Know-how über die Kreation von großen Bildern, auch über unseren Produktionspartner Andree Verleger von abc event production.“
Dementsprechend wurde ein Teil der Show in Deutschland produziert, ein Teil in Taiwan, und das Ganze dann plug-and-play-mäßig vor Ort in Dubai zusammengesetzt. „Das ging so weit, dass wir Sprechertexte für einen Inszenierungspart geschrieben haben, die dann in Taiwan übersetzt, eingesprochen und wieder zurückgespielt wurden“, schmunzelt Stupeler.
Gefühl von Anfassbarkeit
„Für uns war das Wichtigste, wie wir in solch einer großen Location ein Gefühl von Nähe erzeugt bekommen“, so der Creative Director. Diese erste Verbindung aufzunehmen, funktionierte mittels des Mitsing-Konzerts, gespielt von einer 20-köpfigen Live-Band aus Streichern, Bläsern etc., tatsächlich sehr gut. Daran schloss sich die eigentliche „Opening Show“ an: Überspannt von einem „Regen“-Bogen von 82 Meter Breite und 27 Meter Höhe spielte sich in der Mitte der Arena auf zwei 23 x 12 Meter großen, kinetisch fahrbaren Videowänden, umrundet von einem 3,2 Millionen Liter fassenden Wasserteich, ein Multimedia-Event ab, das nicht nur auf Video-Content setzte, sondern auch echte Spezialeffekte wie 20 Meter hohe Feuer- und Wasserfontänen integrierte.
„Uns war von Anfang an klar, dass wir in der Location entweder mit riesigen Requisiten hätten arbeiten müssen, was jedoch open-air aufgrund des tagsüber herrschenden sehr starken Windes schwierig gewesen wäre. Oder eben mittels Video, großflächigem Licht und Spezialeffekten, die ein Gefühl von Anfassbarkeit erzeugen sollten“, vermittelt Stupeler das Konzept. „Eigentlich hätten wir 1.000 Darsteller haben müssen, doch das Budget weilte nicht in olympischen Dimensionen.“
Uniplan und Andree Verleger konzipierten als Opener eine 15-minütige Show, die das Motto „das Unmögliche möglich machen“ aufgriff und die Thematiken „an sich selbst glauben, durchhalten, seinen Zielen treu bleiben“ in eine unterhaltsame Storyline verpackte: In der Wüste vor Dubai wird der seit 2.000 Jahren schlafende Dschinni von dem Getöse der eingetroffenen Gäste geweckt und erzählt ihnen die Geschichte des Kriegers Kin Sun – ein Anagramm von Nu Skin –, der auf einem Pferd durch die Wüste reitet, auf verschiedene Hindernisse trifft und diese überwindet.
Um die nötige Größe zu erzielen und das Gefühl zu vermitteln, das gesamte Stadion sei eine riesige Bühne, wurden großformatige Bilder komponiert, an denen sich auch die Lichtstimmung orientierte. Zusätzlich wirbelten 12 Performer, die das Publikum per Live-Bild auf Seitenvideowänden verfolgen konnte, über die Bühne und interagierten mit dem Videocontent.

„Durch das Zusammenspiel der Videoebene, des Lichts, der Special Effects und der Live-Performer konnten wir schöne Bilder erzeugen und eine Verbindung zum Publikum aufbauen“, erinnert sich Tobias Stupeler. Award-Zeremonie als Modenschau Mit der Ankunft von Kin Sun in der Oase der Schönheit schloss dann auch der Show-Part und es knüpften nahtlos mehrere Reden, u.a. der amerikanischen Unternehmensgründerin selbst, an, die den roten Faden – glaube an deinen Traum – dankend aufnahm. Der aus Sicht der Gäste wichtigste Part des Abends folgte anschließend: Eine Award-Zeremonie, in der die besten rund 400 Verkäufer auf die Bühne geholt und geehrt wurden.
Ein großes logistisches Thema, auch weil die Namen der Geehrten erst in letzter Minute an Uniplan übergeben wurden. „Es war eine ziemliche Herausforderung, eine solche Award-Verleihung interessant zu halten. Wir haben diesen Part mit DJs und VJs als eine Art Modenschau inszeniert: Während die Preisträger über einen 50 Meter langen Catwalk gingen und sich feiern ließen, produzierten wir die Visuals live. Wir wussten im Vorhinein ja nicht, wie lange das Ganze dauern würde“, führt Stupeler aus. Mit einer Vorstandsrede und einem beeindruckenden musiksynchronen Feuerwerk von Lunatx SFX schloss der offizielle Teil des Abends.
Auf dem Rückweg zu den Bussen bot die Agentur Uniplan noch ein Unterhaltungsprogramm, während dessen die Leute blockweise abgerufen wurden. So konnten Wartezeiten überbrückt werden. „Wir haben alle gemeinsam nochmals chinesische Lieder gesungen, teilweise schief, aber mit sehr viel Inbrunst. Das waren einfach tolle Momente, als sich die Leute in den Armen lagen. Da weiß man, dass man etwas richtig gemacht hat. Das ist der Moment, für den ich das mache“, schwärmt Stupeler von den letzten Momenten des Abends.
Für den Direktvertriebs-Event nächstes Jahr hat Nu Skin in Südkorea fünf Kreuzfahrtschiffe gechartert. Ob die Eventagentur Uniplan wieder mit an Bord ist, wird sich zeigen. Die allerbesten Empfehlungen für sich selbst haben sie mit der Gala in Dubai jedenfalls abgegeben.

Wie kommt man an die ganz großen Ideen für Eventshows? Andree Verleger gewährt Einblicke in seinen Kreationsprozess – weiterlesen!

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