Kolumne: Es lebe das Ranking!

Die Event-Zora zum Ende der Kooperation beim Umsatzranking Live-Kommunikationsagenturen

Ich ranke, du rankst, wir ranken. Aber Schluss mit Ranking, zumindest, was den FAMAB angeht.

Eigentlich fand der Verband, so seine Stellungnahme, die Umsatz-Imponiergehabe-Tabelle immer schon suboptimal. Das fand ich auch und der Event-Zorro hatte ja auch das eine oder andere dazu geschrieben. Dabei hatten FME – und jetzt FAMAB – ja durchaus über die Jahre Einflussmöglichkeiten, die Ungereimtheiten einzudämmen. Da wurden schnell mal die gesammelten Paketboten, Steuerberater und Schulpraktikanten bei der Mitarbeiterzahl aufgeschlagen, von den Freelancern ganz zu schweigen. Spannend auch die Anzahl der Projekte. Der Zorro hatte dann mal Pressemeldungen von Pitch-Gewinnen und Projekten gegengerechnet. Da wurden dann ganz schnell mal aus einer dreitätigen Führungskräftetagung drei Veranstaltungen. Roadshows waren da natürlich ein regelrechter Joker: Neuer Tag bringt neues Publikum und damit wurde es jedes Mal ein neues Event. Bingo! Aber auch das jährliche Umsatzwürfeln gab die eine oder andere Denkaufgabe.

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Die Event Zora

Nun ja, einige schwergewichtige Rankingteilnehmer sind vom Markt und auch aus der Statistik verschwunden, trotz bester Zahlen und markiger Statements. Denn neben der Tabelle gab es immer wieder unterhaltsame Aussagen. Nicht zu vergessen die Kommentare dazu aus dem Westen und dem Süden der Eventrepublik. Ich werde sie vermissen. Vielleicht stöbere ich noch mal im Archiv und binde einen verbalen Strauß der kuriosesten Stilblüten.

Transparenz für alle!

Eigentlich könnte so eine Liste ja auch schlicht Vergleichbarkeit herstellen, zum Beispiel für Kunden: Hat die Agentur genug Mitarbeiter, wenn sie mehrere Großprojekte gleichzeitig handelt? Transparenz ist doch etwas, das alle Marktteilnehmer fordern. Und in einer idealen Welt würde so ein Umsatzranking selbige auch herbeiführen. Aber vielleicht zeigt das Ranking auch, wie klein unsere Branche so ist, dass sie nicht mal ein eigenes Ranking verdient, geschweige denn braucht? Also einfach fusionieren mit der Rangliste der Inhabergeführten Agenturen? Ich bemühe jetzt auch mal die Obst-Metapher in dem Zusammenhang: Denn dann werden nicht nur Äpfel mit Birnen vergleichen, sondern auch noch mit Kohlköpfen und Kartoffelsäcken. Hat da die Welt darauf gewartet? Also ich nicht und meine Kunden auch nicht, da bin ich mir sicher.

Ein Zora-Ranking?

Was nun? Der FAMAB hat ein Projekt weniger und kann sich jetzt um die wirklich wichtigen Dinge kümmern, wie … ähem, ja, hmmm … Und Horizont und W&V? Warten wir‘s also ab. Wenn genug Agenturen ehrlich mitmachten, dann wäre das alte Ranking zwar tot, aber: Es lebe das Ranking!

Ich hatte mir schon überlegt, nach dem Zora-Award auch das Zora-Ranking einzuführen. Aber mein „Lieblings-Rankin“ gab es schon, allerdings nur bis April in Berlin. Eine Ausstellung des gleichnamigen Fotografen und Filmemachers. Da schaue ich mir jetzt einfach noch mal den Katalog an und warte auf die nächste Show.

Tschüssie

Eure Event-Zora

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