Messebeteiligungen im Ausland

Tipps für Aussteller und Messebauer in Russland

Plant man eine Messebeteiligung in einem anderen Kulturkreis, egal ob als Aussteller, Agentur oder Messebauer, ist es wichtig, die Gepflogenheiten und infrastrukturellen Limitierungen des Landes zu kennen. So ähnlich uns eine Kultur auch scheint, gibt es dennoch immer wieder Stolperfallen, die man als landesfremder Aussteller bzw. Messeplaner besser umgehen möchte.

Russische Flagge(Bild: Pixabay.com)

Wie in jedem anderen Kulturkreis wartet auch Russland mit einigen Besonderheiten auf, mit denen sich ausländische Unternehmen besser bereits im Vorfeld einer Veranstaltung vertraut machen. Schließlich soll der Messestand bzw. die Veranstaltung dem russischen Publikum auch gefallen.

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Interaktiver Content am Messestand

Wie muss beispielsweise ein Messestand konzipiert sein, um besonders auf russische Veranstaltungsbesucher positiv zu wirken? Das Stichwort bei dieser Frage ist: Interaktiver Content. Ein Messestand, der interaktiv für die Besucher nutzbar ist, erregt Aufmerksamkeit und kommt den Interessen des russischen Publikums besonders entgegen. Bereits seit 2017 wächst dieser Trend stetig und kann natürlich auch von ausländischen Unternehmen eingesetzt werden, die auf dem russischen Markt Fuß fassen wollen. Abhängig davon, welche Inhalte kommuniziert werden sollen, ist es zudem wichtig, die jeweiligen Produkte mitzubringen.

Das Expocentre in Moskau
Das Expocentre in Moskau (Bild: expocentre.ru)

Logistische Besonderheiten in Russland

Wer in Russland ausstellen möchte und dazu Material von A nach B transportieren muss, sollte besonders dem Faktor Zeit seine Aufmerksamkeit schenken. Nicht weniger als sechs Monate vor dem Event sollten die logistischen Details geklärt sein und das Material auf den Weg nach Russland geschickt werden. In dieser Zeit werden u.a. die auszustellenden Produkte vom Zoll abgefertigt sowie das gesamte Equipment zum Veranstaltungsort transportiert. Doch was tun, wenn man weniger als sechs Monate zur Verfügung hat? Bestechungsversuche sind keine Option, vielmehr kommt es darauf an, wie viel man in den bloßen Transport investieren möchte: Logistikunternehmen wie DHL oder UPS sind international im Einsatz und können das gesamte Material auch mit dem Flugzeug nach Russland transportieren – das Budget dürfte in diesem Fall aber unverhältnismäßig ausgereizt werden. Apropo Budget: Rechnungen werden in Russland regulär via Transfer beglichen, wobei es bei einigen Veranstaltungsformen – so beispielsweise bei Showcases – Gang und Gäbe ist, die gesamte Zahlung im Voraus zu tätigen.

Russische Kathedrale(Bild: Pixabay.com)

Eventbauten in Russland

Wie in den meisten anderen Ländern können ausländische Unternehmen auch in Russland Eventbauten für ihre Zwecke errichten. Eine entsprechende Vorbereitung ist allerdings auch hier elementar, schließlich müssen u. a. Absprachen mit den Behörden getroffen werden, die Bauten müssen abgenommen und zertifiziert werden und eventuelle Dolmetschertätigkeiten organisiert werden. Natürlich lässt sich der Zeitaufwand durch den Einsatz lokaler Partner reduzieren, allerdings könnten beim Auftraggeber Bedenken bezüglich der Qualität aufkommen. Daher sollten Unternehmen die lokalen Unternehmen genau in Augenschein nehmen und ihren Partner mit Bedacht wählen.


Messe-Tipps von Kirill Pavlovsky, CEO der Expo Service GmbH, im Video:

Die International Federation of Exhibition and Event Services (IFES) gibt seit einiger Zeit die Videoserie „10 Minuten mit …“ heraus – die Folge über das russische Publikum diente als Grundlage für diesen Artikel. Hier können Sie sich das Video in voller Länge ansehen: 

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Kommentar zu diesem Artikel

  1. Leider ist der Artikel wahnsinnig oberflächlich und bietet keinen wirklichen Mehrwert. Russland wäre hier durch jedes Land auf der Welt ersetzbar.
    Interaktiver Content ist ein allgemeiner Trend, den Zeitfaktor in Bezug auf Vorplanung und Transport hat man zwangsläufig bei Projekten im weiter entfernten Ausland auf dem Schrim. Dass man für Eventbauten eine entsprechende Vorbereitung braucht und Absprachen mit den Behörden getroffen werden ist auch in Deutschland der Fall. Auch hier viel zu allgemein. Schade. Grundsätzlich wären so Artikel interessant.

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