Produkt: Event Partner 05/2019 Digital
Event Partner 05/2019 Digital
Titelthema: SICHERHEIT – Wie erstelle ich ein Räumungskonzept? Videoüberwachung – ja oder nein? Was tun nach einem Arbeitsunfall? +++ Frauen in der Safety-Branche – Kolumne +++ N&M Eventtech-Trends +++ satis&fy, rgb, Party Rent – Report +++ IAA 2019 – Fazit der Eventbranche
So engagiert sich die Eventbranche

Solidarität in Zeiten der Corona-Krise

Nachbarschaftshilfe, das Nähen von Mund-Nasen-Masken oder einfach das Vermeiden von unnötigen Hamsterkäufen – Solidarität wird aktuell auf ganz unterschiedliche Art und Weise sichtbar. Auch in der Eventbranche zeigt sich in dieser schweren Zeit viel Solidarität. Wir veröffentlichen hier Ihre solidarischen Erlebnisse und Aktionen.

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Gleichheit-Gemeinsam-Zusammen-Team-Gerechtigkeit(Bild: Pexels/Pixabay)

Mit dieser Sammlung wollen wir Ihnen und der Branche Mut machen. Wir freuen uns sehr über weitere Einsendungen. Schicken Sie uns einen kleinen Text zu Ihrem schönsten solidarischen Erlebnis an redaktion@event-partner.de. Gerne können Sie dem Text auch ein Bild, zum Beispiel ein Portraitfoto von sich, beifügen.

Dieser Beitrag wird regelmäßig mit neuen Einsendungen ergänzt.

Solidarität über den eigenen Tellerrand hinaus

Ein Herz für Moria(Bild: TAS/Thomas Siepmann)

In einer Branche, die wie keine zweite plötzlich als „toxisch“ angesehen wird, sei es gar nicht so leicht, solidarische Aktionen zu planen. Unser aller USP lägen nun einmal darin begründet, dass Menschen zusammenkommen und zwar in den meisten Fällen nicht nur virtuell sondern auch physisch, berichtet Herbert Focking, Geschäftsführer der Agentur Freiheitblau:

„Daher bin ich sehr beeindruckt, wieviele „kontaktarme“ Hilfsaktionen, Broadcasts und Aktivierungen im Umkreis unserer Branche entstanden sind. Sie verbreiten ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und Solidarität, auch wenn oft erkennbar wird, dass angebotene Hilfe von den „Hilfsbedürftigen“ nur in begrenztem Umfang wahrgenommen wird. Ich bin sicher, dass unsere Mitarbeiter, die örtliche Tafeln unterstützen oder mit Unternehmensfahrzeugen für Kochaktionen Mahlzeiten ausliefern, für Zusammenhalt in der Gesellschaft sorgen und genauso gerne gesehen sind wie unsere Teilnehmermanagement Plattform, die Hilfe und Helfer koordiniert. Das alles fußt in einem Bürgersinn, der eigentlich selbstverständlich ist.

Richtig beeindruckt hat mich jedoch eine Aktion von unserem Essener Kollegen Thomas Siepmann, Gründer und Chef der Agentur TAS, der über alle ihm zur Verfügung stehenden Kanäle schon in der Weihnachtszeit auf die katastrophalen Zustände in dem griechischen Flüchtlingslager Moria aufmerksam gemacht hat. Kurz entschlossen hat er über Neujahr ganze LKW Ladungen mit Hilfsgütern und Hygienematerial gesammelt und nach Griechenland gebracht, sechsstellige Spendensummen aufgetrieben und damit die dort tätigen NGO´s unterstützt. Trotz aller Corona-bedingten Einschränkungen hat er seither nicht nachgelassen in seiner Anstrengung, dort wie hier Flüchtlingen ein halbwegs vernünftiges Leben zu ermöglichen.

Nachzulesen ist dies u.a. auf seiner Facebook Seite. Aus vielen Reaktionen war erkennbar, dass Thomas sich mit dieser Aktion nicht nur Freunde gemacht hat, da es zum Teil heftige Reaktionen aus dem „rechten“ Spektrum gab. Mittlerweile merken aber alle, egal ob Unterstützer oder Gegner seiner Aktion, dass wir in einer vielfach vernetzten Welt leben und die Probleme der Ärmsten auch sehr schnell die Probleme auf dem Sonnendeck dieser Welt werden können. Jetzt wo das Virus sich durch Flüchtlingslager und Kriegsgebiete frisst, wird klar, dass unterlassene Hilfeleistung nicht nur für die dort lebenden Menschen sondern auch für uns alle zu einer schweren gesundheitlichen oder gar lebensbedrohlichen Gefahr werden kann.

Für mich die weitsichtigste, solidarischste Aktion, die ich wahrgenommen habe. Eine, die nicht von der Pandemie her gedacht war, aber in diesem Kontext eine noch stärkere Wirkung entwickelte, weil sie am Ende Menschenleben gerettet hat.”

Zwei Unternehmer, eine Mission

Johannes-Molderings
Johannes Molderings (Bild: Berndt Fotografie Koeln)

Der Airstream von lemonpie Eventcatering bietet im Outlet von Bad Münstereifel aktuell während der Krisenzeit einen abwechslungsreichen und ausgewogenen Mittagstisch für 5,- Euro an. Möglich macht das auch Marc Brucherseifer, Eigentümer des Outlets.

Er gewährt lemonpie nicht nur Mietfreiheit, sondern auch eine komplett kostenfreie Infrastruktur. lemonpie kreiert aber nicht nur täglich ein frisches und wirklich leckeres Gericht, sondern liefert es auch kostenlos. Viele ältere und auch besonders gefährdete Menschen nehmen das Angebot dankend an – sie können sicher zu Hause bleiben und trotzdem ein kleines Stück Kulinarik genießen.

Nachbarschaftshilfe mit Toilettenpapier-Spenden

light-event-koeln(Bild: Light Event Veranstaltungstechnik GmbH)

Beding durch die Corona-Pandemie wurde auch die Light Event Veranstaltungstechnik GmbH aus Köln dazu gezwungen, Ihre Mitarbeiter in die Kurzarbeit zu schicken und die Aktivitäten des Unternehmens auf ein Minimum zu reduzieren.

Schnell wurde über die sozialen Medien das Angebot veröffentlicht, die bereits eingelagerten Vorräte an Toilettenpapier im Umfeld kostenfrei an Bedürftige abzugeben. Diese Aktion wurde von der Bevölkerung dankbar angenommen und honoriert. Aus diesem Grund, hat der Geschäftsführer Klaus Schmitt im Stadtgebiet Bergisch Gladbach an Interessenten Pakete Toilettenpapier persönlich verteilt und ausgeliefert.

Faltzelte für Krankenhäuser, den Zivilschutz und Rettungsorganisationen

Mastertent(Bild: Mastertent)

Im Kampf gegen das Coronavirus zählt jeder Beitrag. Davon ist der Hersteller von Faltpavillons und Biertischgarnituren, Mastertent, überzeugt und unterstützt Krankenhäuser, den Zivilschutz und Rettungsorganisationen mit dem kostenlosen Verleih seiner Faltzelte.

„Man hat die Bilder von überfüllten Krankenhäusern in Spanien und Italien im Kopf und möchte irgendetwas tun“, schildert Mastertent Geschäftsführer Claus Rost. In der aktuellen Krisensituation stellt Mastertent seine Faltzelte kostenlos für Krankenhäuser, den Zivilschutz und andere Rettungsorganisationen zur Verfügung, welche diese als Triage-Zelte, Corona-Test Stationen oder einfach als mobile Sanitätszelte verwenden. Auch werden mit den Faltzelten Outdoor-Korridore aufgebaut, um eine überdachte und wetterfeste Fläche von den Triage-Zelten zum Krankenhaus-Eingang zu schaffen.

Die Zelte wurden bereits kostenlos an die AREU – Azienda Regionale Emergenza Urgenza di Milano, das Rote Kreuz CRI Comitato Locale di Pavia, die Provinz Sondrio – Settore di Protezione Civile sowie das Krankenhaus Bozen entsendet. Dort entsteht vor dem Neubau, welcher aufgrund der aktuellen Notsituation frühzeitig eröffnet und als Corona-Station genutzt wird, ein 100 m langer Zelt-Korridor, um die Patienten gut abgeschirmt von den Triage Zelten auf die Corona-Abteilung zu leiten.

Warme Mahlzeiten für „Immersatt – Kinder- und Jugendtisch“

Frank Schwarz
Frank Schwarz (Bild: FSGG)

Trotz großer Sorgen ums eigene wirtschaftliche Überleben zeigt die Frank Schwarz Gastro Group (FSGG) ein Herz für die Schwächsten in unserer Gesellschaft. Gemeinsam mit der Telekom AG hat das Cateringunternehmen vom Duisburger Großmarkt 200 warme Mittagessen für den gemeinnützigen Verein „Immersatt – Kinder- und Jugendtisch“ gespendet.  Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der FSGG kochten den Kids ein leckeres, buntes Essen. Es gab pochierten Dorsch mit Süßkartoffelpüree, Wildbroccoli, Salat und Dessert. „Das war ein Mittagessen der Extraklasse“, so eine begeisterte Vereinssprecherin.

„Da wir uns auch außerhalb der Krisenzeiten für Menschen engagieren, die nicht auf der Sonnenseite der Gesellschaft leben, war diese Aktion für uns selbstverständlich“, meint FSGG-Geschäftsführer Frank Schwarz. „Wenn Menschen unverschuldet in Not geraten, sind wir zur Stelle. Jetzt und auch in Zukunft.“

Für den Herbst, wenn die Corona-Krise hoffentlich überwunden ist, plant die FSGG eine „Dankeschön-Aktion“ im Kochstudio. „Dann wollen wir die Heldinnen und Helden des Alltags aus systemrelevanten Berufen auf den Großmarkt nach Duisburg ein, um gemeinsam zu kochen und Spaß zu haben“, verspricht Frank Schwarz. Bis dahin heißt es: durchhalten und gesund bleiben.

Regencapes für den Katastrophenschutz Offenbach

Die Agentur upstairs aus Seligenstadt hat für den Katastrophenschutz Offenbach gespendet: 300 Regencapes sehen nun ihrer neuen Karriere als Schutzanzüge entgegen.

upstairs regencape

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