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14. Verleihung des Deutschen Live Entertainment-Preises in der Frankfurter Festhalle

PRG LEA Award 2019 – das sind die Gewinner

Am 1. April 2019 wurde in der Festhalle in Frankfurt am Main zum bereits 14. Mal der PRG Live Entertainment Award (LEA) verliehen. Die Auszeichnung wurde in 15 Kategorien an Konzert- und Show-Veranstalter, Manager, Agenten und Spielstättenbetreiber aus dem deutschsprachigen Raum vergeben– und mehr als 1.400 Gäste aus Kultur, Wirtschaft und Politik feierten mit.

Prg LEA 2019(Bild: LEA / Ben Pakalski Fotografie)

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„Rund fünf Milliarden Euro werden in Deutschland jährlich für den Besuch von Musik- und anderen Veranstaltungen ausgegeben. Damit nimmt Live Entertainment neuerdings die Spitzenposition unter den Entertainment-Märkten ein und ist damit das am meisten konsumierte Kulturprodukt überhaupt”, berichtete Prof. Jens Michow, geschäftsführender Präsident des Bundesverbandes der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV) und Produzent der Preisverleihung. „Die Besonderheit des Live Entertainments besteht in seiner Einzigartigkeit, denn anders als die Konserve oder das Buch ist das Live-Erlebnis nicht reproduzierbar. Die Veranstalter sind dabei allerdings nicht nur die ,Buchhändler’, sondern übernehmen auch die Funktion der ‚Buchverleger‘, indem sie das aufgrund steigender Kosten immer größer werdende Verkaufsrisiko des Künstlerangebots tragen. Dass das trotzdem immer noch so gut funktioniert, haben wir heute gefeiert.“

Musik- und Showprogramm mit vielen Highlights

Die Zuschauer in der Festhalle sahen eine temporeiche Show mit einem ebenso aufwendigen wie beeindruckenden Bühnenbild, das Lichtdesigner Jerry Appelt in Zusammenarbeit mit bright! und PRG eigens für diesen Abend entwickelt hatte. Der TV-Journalist Ingo Nommsen, der den LEA bereits zum achten Mal moderierte, konnte auf der Bühne ein hochkarätig besetztes Musik- und Showprogramm ankündigen. Darin sorgte der singende Starschauspieler Kiefer Sutherland mit seinem Akustik-Trio ebenso für Begeisterung
wie Pop- und Soul-Sängerin Stefanie Heinzmann, das Swing-Jazz-Electro-Projekt DelaDap und Singer-Songwriter Mike Singer. Den musikalischen Rahmen des Abends setzte in bewährter Manier Helmut Zerlett mit seiner Band. Mit dem Ensemble des Bochumer Erfolgs-Musicals „Starlight Express“ und NDW-Ikone Nena, die mit ihrem Auftritt das große Finale einläutete, schlugen zudem gleich zwei Acts eine direkte Brücke zur Preisverleihung: Für die „Nichts versäumt“-Konzertreise zum 40. Bühnenjubiläum von Nena konnte der Veranstalter Wizard Promotions die LEA-Trophäe für die Hallen-Tournee des Jahres entgegennehmen. Die deutsche Aufführung von „Starlight Express“, die seit 1988 ohne Unterbrechung am Standort Bochum aufgeführt wird, brachte Mehr-BB Entertainment im 30. Jubiläumsjahr den LEA für die Show des Jahres ein. An diesem Abend blieb es allerdings nicht nur bei einer Auszeichnung für das in Düsseldorf ansässige Unternehmen: Das von Mehr-BB Entertainment in Hamburg errichtete Mehr! Theater wurde als Halle/Arena des Jahres ausgezeichnet.

LEA für die Tourneen von Ed Sheeran, Kelly Family und Bosse

Die Hamburger Agentur FKP Scorpio Konzertproduktionen nahm beim LEA 2019 den Preis für die Stadion-Tournee des Jahres in Empfang. Gewürdigt wurde damit die „Divide“-Konzertreise von Ed Sheeran, mit dem der Veranstalter schon seit dessen Anfangstagen als Club-Act zusammenarbeitet. In der zweitgrößten Tournee-Kategorie, Arena-Tournee des Jahres, konnte sich Semmel Concerts Entertainment über den Preis für die Zusammenarbeit mit der Kelly Family freuen. Zu deren Live-Comeback unter dem Titel „We Got Love“ hatte Agenturchef Dieter Semmelmann einen maßgeblichen Beitrag geleistet. Der LEA für die Club-Tournee des Jahres ging in diesem Jahr an den Veranstalter Undercover für die „Alles ist jetzt Tour“ von Bosse.

Lebenswerk-Preis geht an die Wacken-Veranstalter Hübner und Jensen

Vergleichsweise jung waren in diesem Jahr die Preisträger in der Lebenswerk-Kategorie, denn Holger Hübner und Thomas Jensen haben bereits mit Anfang 20 den Grundstein für ihr heutiges Veranstaltungs-Imperium rund um das Wacken Open Air gelegt. Für ihre über drei Jahrzehnte geschriebene Erfolgsgeschichte erhielten sie den LEA aus der Hand von Laudator Matze Knop. Als weiteren Preisträger hatte die Jury Live Nation in der Kategorie Veranstalter des Jahres ausgewählt. In der Kategorie Konzert des Jahres nahmen der Jazzopen-Veranstalter Opus, die Agentur MCT und das Europäische Astronautenzentrum (EAC) die Auszeichnung für einen besonderen Kraftakt entgegen: Beim Auftritt von Kraftwerk in Stuttgart war Astronaut Dr. Alexander Gerst live aus dem Weltraum zugeschaltet worden. Den Preis für das Festival des Jahres erhielt I-Motion für Nature One auf der ehemaligen Raketenbasis Pydna, das als eines der weltweit langlebigsten Festivals für elektronische Musik gilt.

Künstlermanager des Jahres: Ein LEA für das Team hinter Lea

Prof. Dieter Gorny, Aufsichtsratsvorsitzender der Initiative Musik, trat als Laudator für die Kategorie Künstlermanager/-agent des Jahres auf und überreichte die LEA-Trophäe an Johannes Jakob Hofmann und Selective Artists für deren Arbeit mit der Künstlerin Lea. Für die Künstler-/Nachwuchsförderung des Jahres wurde Timo Birth, Gründer der Agentur Kingstar, geehrt, während das junge Unternehmen Vaddi Concerts mit Niederlassungen in Freiburg und Tübingen den LEA als Örtlicher Veranstalter des Jahres erhielt. Erstmals seit 2013 gab es auch wieder eine Auszeichnung für die Kooperation des Jahres. Diese ging an Hannover Concerts, Aida Cruises, Four Artists Booking und die Meyer Werft für die spektakuläre Show zur AIDAnova-Schiffstaufe in Papenburg mit Stargast David Guetta. Mit dem Preis der Jury wurde zudem das Engagement des Ehepaars Birgit und Horst Lohmeyer gewürdigt: Seit zwölf Jahren setzen sie mit dem Förderverein Grünes Forum Selbstverwaltung und dem Festival „Jamel rockt den Förster“ in einem Dorf in Mecklenburg-Vorpommern ein klares Zeichen gegen Rechts.

Komplette Gala als Live-Stream und Re-Live im Internet

Auch 2019 wurde die LEA-Gala live und kostenlos in HD-Qualität im Internet übertragen. Wer nicht in der Festhalle vor Ort war und auch den Live-Stream verpasst hat, kann die Gala dennoch ansehen: Ein kompletter Mitschnitt wird einen Tag nach der Veranstaltung als Re-Live auf der Website lea.airtango.de zur Verfügung gestellt.

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