Produkt: Event Partner 03/2020 Digital
Event Partner 03/2020 Digital
Fast-forward: Die Digitalisierung der Live-Kommunikation +++ Digitalisierung = Nachhaltigkeit: Sind virtuelle Events grün? +++ Streaming-Tipps +++ Virtuelle Versammlungen: Tipps & Tricks für die Umsetzung +++ Technikangebote verstehen und vergleichen: Grundlagenwissen +++ Corona-Krise: Rechts- & Versicherungsfragen einfach erklärt
ProMediaNews
Virtual LiVe

Neues Fraunhofer Projekt zur Virtualisierung von Live-Events durch audiovisuelle Immersion

Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) hat in Kooperation mit dem Fraunhofer FOKUS  und Fraunhofer IIS das neue Projekt Virtual LiVe – Virtualisierung von Live-Veranstaltungen durch audiovisuelle Immersion gestartet. Ziel des Projekts ist es, klassische Veranstaltungsformate durch den Einsatz neuer immersiver Medienformate (z.B. 3D-Audio, 360°-Video, Lichtfelder, volumetrisches Video) digital zu ergänzen oder sogar zu ersetzen, wenn physische Präsenz nicht möglich ist. Virtual LiVe, gehostet in der Fraunhofer HHI Transferplattform „3IT – Innovation Center for Immersive Imaging Technologies“, wird im Rahmen des ‚KMU-akut‘ Programms „Forschung für den Mittelstand“ der Fraunhofer-Gesellschaft gefördert.

Fraunhofer Virtual LiVe(Bild: Fraunhofer Virtual LiVe)

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Live-Events haben einen festen Platz in unserer Gesellschaft. Von Konzert bis Kommerz wollen Menschen mit ihren eigenen Sinnen Eindrücke sammeln. Nicht nur die aktuelle COVID-19-Pandemie, sondern auch ökologische und lebenspraktische Faktoren wie eine zu weite Anreise oder etwa der Mangel an abendlicher Kinderbetreuung führen dazu, dass viele Personen Veranstaltungen fernbleiben müssen. Genau hier setzen technische Lösungen an, die durch audiovisuelle Immersion ein Publikumserlebnis möglich machen, das dem „live-dabei-sein“ viel näher kommt als bisher gängige Formate.

Die rasante Entwicklung digitaler Medienformate und -angebote in Kombination mit immer leistungsfähigeren Wiedergabegeräten wie Smartphones oder Tablets bietet vielfältige Chancen für die digitale Ergänzung klassischer Aufführungspraxis. Diese digitalen Formate können etwa Konzerte und Theaterstücke, aber auch andere Eventformate wie zum Beispiel Kongresse oder Messen ergänzen. Sie stellen zusätzlich umfassende Möglichkeiten zur Entwicklung neuer, eigenständiger Formate und der Adressierung neuer Zielgruppen bereit.

Die Komplexität neuer Technologien und die häufig damit verbundenen hohen Implementierungskosten für eigene Online-Plattformen erschweren relevanten Akteurinnen und Akteuren, ihre Angebote auf dem aktuellen Stand der Technik anzubieten. Virtual LiVe strebt in diesem Zusammenhang die Entwicklung einer Plattform an, die in Form eines Baukastensystems anwendbare und skalierbare High-End-Lösungen für die Event-Streaming-Bedürfnisse verschiedener Akteurinnen und Akteure aus unterschiedlichen Branchen bedient. Aus diesem Baukastensystem können sich KMUs je nach Bedarf und Anforderung ein maßgeschneidertes Programm für ihre jeweiligen Veranstaltungsbedürfnisse zusammenstellen und erhalten so eine technologiebasierte Lösung für die Realisierung ihrer Formate. Bestehende Angebote sollen dadurch hinsichtlich Qualität, Barrierefreiheit (Bezahlschranken, Hardwareeinbindung, Voraussetzung hoher Internetgeschwindigkeit etc.) und rechtlicher Aspekte (besonders bei den Themen Datensouveränität und EU-Datenschutzrichtlinien) deutlich übertroffen werden.

>> Weitere Infos unter: www.3it-berlin.de/projects/virtuallive/

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