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Branchenstudie

Incentive-Reisen bleiben stärkster nicht-monetärer Motivator

Eine aktuelle Studie der Society for Incentive Travel Excellence (SITE) in Zusammenarbeit mit Maritz zeigt, dass Incentive-Reisen nach wie vor die effektivste Form der Mitarbeitermotivation über alle Generationen hinweg darstellen. Die Untersuchung „Investigating the Power of Incentive Travel Across Generations“ analysierte 1.000 US-Befragte und lieferte Einblicke in die Wirkung von Einzel- und Gruppenreisen als Belohnungssystem.

Annette Gregg
Annette Gregg, CEO von SITE (Bild: SITE)

Die Studie zeigt, dass Incentive-Reisen nach wie vor die wirksamste Form der nicht-monetären Mitarbeitermotivation darstellen. Individuelle Reisen wurden von 61 % der Befragten als „extrem motivierend“ bewertet, während Gruppenreisen mit 50 % an zweiter Stelle lagen. Geldprämien, Gutscheine oder öffentliche Anerkennung erreichten hingegen deutlich geringere Werte. Gleichzeitig belegen die Ergebnisse einen messbaren Einfluss auf die Mitarbeiterbindung: 89 % der Teilnehmenden, die in den letzten drei Jahren an einer Incentive-Reise teilnehmen durften, gaben an, eher im Unternehmen zu bleiben, und 93 % waren motiviert, erneut an einem Programm teilzunehmen.

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Mehr als die Hälfte der Befragten empfand die Teilnahme an Gruppenreisen als „Gefühl der Leistung“, was den emotionalen Wert solcher Erlebnisse unterstreicht. Die Analyse des Teilnehmerprofils zeigt, dass die typischen Gewinner:innen zunehmend aus operativen und technologischen Bereichen stammen, während weniger als 10 % aus dem Vertrieb kommen. 80 % verdienen weniger als 150.000 USD jährlich, 60 % besitzen einen Hochschulabschluss, und weniger als 10 % arbeiten remote. Bei der Generation Z zeigt sich ein differenziertes Bild: Zwar nehmen viele junge Mitarbeitende aktiv an Incentive-Reisen teil, doch bevorzugen sie eher Einzelreisen und benötigen Programme, die speziell auf ihre Erwartungen zugeschnitten sind.

Wie Annette Gregg, CEO von SITE, betont: „Incentive-Reisen bleiben der dominierende nicht-monetäre Motivator über alle Generationen hinweg und setzen sich gegen Geldprämien klar durch“.

Empfehlungen für die Programmgestaltung

Die Studie identifiziert fünf Gestaltungsprinzipien für erfolgreiche Incentive-Reisen:

  1. Einbeziehung und Flexibilität: Wahlmöglichkeiten steigern das Gefühl der Wertschätzung.
  2. Neuheit: Neue Reiseziele wirken motivierender als Wiederholungen.
  3. Gezielte Anerkennung: Besonders bei jüngeren Generationen sollte Wertschätzung klar in das Programm integriert werden.
  4. Attraktive Formate: Reisen ab fünf Nächten, Themen wie Strand, Abenteuer oder Insel, moderate Gruppengröße (11–50) und all-inclusive plus Aktivitäten erzielen besonders hohe Wirkung.
  5. Breitere Teilnahmeberechtigung: Programme sollten über traditionelle Vertriebsrollen hinaus für operative und technikaffine Mitarbeitende geöffnet werden.

Incentive-Reisen wirken über Generationen hinweg, jedoch steigen Anforderungen an die individuelle Gestaltung der Programme. Unternehmen, Agenturen und Destinationen erhalten mit diesen Erkenntnissen eine belastbare Grundlage, Incentive-Reisen als strategisches Instrument für Motivation, Bindung und Leistung zu positionieren.

>> Die ganze Studie steht hier zum Download zur Verfügung: 

 

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