Eine Wanderausstellung made by Krafthaus

Mit Ecken und Kanten: Kommunikation im Raum metaphorisch inszeniert

In dieser Ausstellung hat jede Ecke eine Bedeutung und jede Kante ihren Sinn: Für die Wanderausstellung „Die Rosenburg – Das Bundesjustizministerium im Schatten der NS-Vergangenheit“ ließ Krafthaus der Metaphorik freien Lauf. 

Temporäre wie permanente Ausstellungen setzen Themen oder Produkte räumlich so in Szene, dass Unternehmenswelten oder Markenwelten erschaffen werden, die alle Sinne ansprechen und damit nachhaltig im Gedächtnis bleiben. Gewissermaßen ein Event auf Dauer. EVENT PARTNER stellt jede Ausgabe ein Projekt aus dem Bereich Kommunikation im Raum vor:

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Projekt:                                           Wanderausstellung „Die Rosenburg – Das Bundesjustizministerium im Schatten der NS-Vergangenheit“
Kunde:                                             Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz
Konzept und Gestaltung:        krafthaus – Das Atelier von facts and fiction
Eröffnung:                                      22. Juni 2017 im Landgericht in Berlin, seitdem deutschlandweit auf Tour
Fläche:                                              180 – 250 m2, je nach Raumgröße

 

 

Kristine Fester, Leiterin Museen und Ausstellungen bei krafthaus, im Kurz-Interview mit EVENT PARTNER:

Die Ausstellung widmet sich der Aufarbeitung des Nationalsozialismus im Bundesjustizministerium der Nachkriegszeit. Interessant?

Sehr interessant, ja. In der Forschungsarbeit, die der Ausstellung zugrunde liegt, haben wir viele, sehr spannende – und beschämende – Geschichten gefunden. Unser Ziel war es, die Umstände der Zeit und den Umgang der Zeitgenossen damit dem heutigen Publikum zugänglich zu machen, ohne juristisch trocken und langweilig zu sein. Ich glaube, das ist uns gelungen.

Kristine Fester
Kristine Fester, Leiterin Musseen und Ausstellungen bei krafthaus (Bild: Krafthaus.eu)

Was war die gestalterische Grundidee für die Ausstellung?

Ausgangspunkt unserer Gestaltung waren die schrägen Wandflächen. Es ist eben nicht alles gerade und rechtens gelaufen damals. Die Flächen haben zwei Seiten: eine helle, die die offizielle Lesart widergibt, und eine dunkle, die einen langen Schatten wirft und zeigt, was hinter der Fassade passiert ist.

Dazu kommen die übergroßen Aktenordner und Lampen. Sie stehen einerseits für die muffige Bürokratie der Nachkriegsjahre, schaffen aber auch eine latente Bedrohlichkeit, v.a. die Lampen, die ja auch an eine Verhörsituation erinnern.

 

Worauf sind Sie besonders stolz?

Ein ganz einfaches Exponat am Schlusspunkt der Ausstellung: Die Besucher können ihre Eindrücke und Gedanken hinterlassen, indem sie sie mit alten mechanischen Schreibmaschinen aufschreiben. Für viele eine erste, beeindruckende Begegnung mit diesem Medium, das gleichzeitig mit seinem Geklapper den ganzen Raum mit authentischen Klängen füllt.

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