10 Trends für erfolgreiches Social-Media-Marketing

Das sind die Social-Media-Trends 2017

Nicht nur die Anzahl der Nutzer von sozialen Medien steigt stetig, auch die Netzwerke selbst verändern sich kontinuierlich. Dementsprechend wichtig bleibt es auch für Marketer, immer auf dem neuesten Stand zu sein und die aktuellen Vermarktungsstrategien an die neusten Features und Trends im Social-Media-Segment anzupassen.

Social Media Marketing
(Bild: Pixabay.com)

1. Virtual Reality & Augmented Reality

Die virtuelle und auch die erweiterte Realität werden zunehmend präsenter in der aktuellen medialen Berichterstattung, obwohl bisher noch nicht wirklich viel von diesen beiden Technologien zu sehen ist. Besonders im Bereich Virtual Reality (VR) beschränkte sich die Verwendung bisher in erster Linie auf 360°-Videos bei Facebook und YouTube.

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Für die Zukunft gilt es, weitere Anwendungsfelder auch fernab des Gamings zu erschließen, die für den Endverbraucher von Interesse sind. Die aktuelle Variante, in der Anwender mit großen Head-Mounted Displays VR-Anwendungen ausschließlich zu Hause nutzen, wird wahrscheinlich nicht der einzige Verwendungsbereich bleiben.

Augmented Reality (AR) ist da schon ein Stück weiter. Mit dem Erfolg von Pokémon Go war es Mitte 2016 praktisch unmöglich, die Straßen zu betreten, ohne ambitionierten und mit Smartphones bewaffneten Poké-Jägern über den Weg zu laufen. Besonders für Unternehmen mit stationärem Handel bietet diese Technologie die Möglichkeit, die User Experience interessanter sowie ansprechender zu gestalten und dementsprechend höheres Engagement auf Kundenseite zu generieren.

Es ist davon auszugehen, dass jetzt im neuen Jahr zunehmend mit diesen beiden Technologien im B2C-Bereich experimentiert wird, um weitere Marketingmöglichkeiten zu erschließen.

2. Mobile

Schon längt fristet Mobile kein Nischendasein mehr – ganz im Gegenteil. Die Nutzeranzahl und auch die Nutzungsdauer wachsen immer weiter. So ist die Nutzungszeit des mobilen Internets mittlerweile höher als die des Internets auf Desktop-Lösungen. Auch der Google Such-Index für Mobile wird zukünftig als Hauptindex vor der Desktop-Variante verwendet werden. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass mittlerweile über 50 % der Suchanfragen bei Google über Mobile eingehen.

Dementsprechend wird es unumgänglich werden, die eigenen Web-Angebote auf Mobile zu optimieren. Eine gute mobile Erfahrung des eigenen Angebots und Mobile-SEO werden zunehmend wichtiger, wenn man nicht auf lange Sicht an Reichweite verlieren möchte.

Smartphone
(Bild: Pixabay.com)

3. Reichweite sinkt ohne Interaktionen

Die Möglichkeiten, mit organischem Content Reichweite zu generieren, werden immer geringer. Der neue Newsfeed-Algorithmus von Facebook beispielsweise behandelt die Aktionen von Freunden bevorzugt, so dass die Sichtbarkeit für organischen Content von Unternehmen zurückgehen wird. Somit scheint es auf den ersten Blick, also könne Reichweite künftig nur noch mit bezahlten Platzierungen erreicht werden. Doch es gibt auch Alternativen: Da Interaktionen bevorzugt behandelt werden, gilt es, Inhalte zu posten, die User zu Reaktionen (Shares, Likes etc.) animieren. Interaktive Aktionen, zielgruppengerechte Inhalte und Einladungen zu Feedback sind künftig der Schlüssel zum Erfolg. Der Aufwand für die Erstellung und Pflege derartiger Inhalte ist natürlich ungleich höher.

Demnach werden sich einige Unternehmen, bei denen eine derartig aufwändiger Content nicht möglich ist und die nicht bereit sind, für Platzierungen Geld auszugeben, in Zukunft die Frage stellen müssen, ob Social Media für sie langfristig sinnvoll bleibt. Eine mögliche Folge könnte sein, dass Growth Hacking, E-Mail-Marketing via Newsletter und vor allem SEO-Maßnahmen künftig noch mehr im Fokus der Vermarktungsstrategien stehen werden.

4. Live-Videos

Nach dem wahnsinnigen Erfolg von YouTube und dem Video-Streaming generell steht nun, gut zehn Jahre später, die nächste Video-Revolution an. Nachdem Twitter es mit dem Kauf von Periscope vorgemacht hat, bietet nun auch Facebook die Möglichkeit, live Videos aufzunehmen und zu streamen. Mit großem Erfolg. Der Clou dabei: Die Kommunikation findet hier nicht mehr einseitig, sondern vielmehr bidirektional statt. Die Zuschauer haben nun die Möglichkeit, die Inhalte live zu kommentieren und die Streamenden können darauf wieder unmittelbar Bezug nehmen. Dies ist ein Beispiel für interaktiven Content und Feedback-Möglichkeiten, die bereits oben erwähnt wurden. Durch die direkte Kommunikation und die Tatsache, dass die Videos in unbearbeiteter Form direkt zum Zuschauer gelangen, wird außerdem ein Gefühl von Transparenz und Glaubwürdigkeit geschaffen.

Generell führt ein hohes Engagement der User auch zu einer höheren Bindung, die durch geschickt platzierte Live-Videos beispielsweise von Firmen-Events oder mithilfe von Influencern für weiteres Marketing genutzt werden können.

5. Chatbots & andere künstliche Intelligenzen

Mittlerweile erfreuen sich die digitalen Assistenten à la Cortana, Alexa, Siri, Google Assistant & Co. immer größerer Beliebtheit, und auch ihre Leistungsfähigkeit steigt stetig. Hierbei handelt es sich um intelligente Sprachassistenten, die lernfähig sind und mit dem Anwender in Interaktion treten, diesen unterstützen oder ein Gespräch simulieren, ohne dass ein weiterer Mensch daran beteiligt ist.

Social Media Marketing
(Bild: Pixabay.com)

Immer mehr Firmen stellen nun künstliche Intelligenzen vor, und seit der Integration von Chatbots in den Facebook-Messenger nehmen diese nun weiter Einzug in die Leben der Endverbraucher. Besonders für den Kunden-Support erschließen sich hier ganz neue Möglichkeiten. Der Chatbot filtert die nötige Information zum vorliegenden Problem aus der Nachricht der Kunden und kann somit entsprechend vorher definierter Problemlösungsszenarien eine Anleitung zur Behebung liefern. Zum einen wird hier die Möglichkeit geboten, Kunden direkt und ohne Wartezeiten Hilfestellung zu bieten,zum anderen wird dadurch die Kundenservice-Abteilung entlastet und kann sich ganz den komplexeren Problemen der Kunden widmen. Insgesamt kann also vor allem der Kundensupport von dieser Technologie profitieren. Es ist dementsprechend davon auszugehen, dass dieses Mittel der Effizienzsteigerung zunehmend genutzt werden wird.

6. Direkte Ansprache & Automatisierungen

Immer mehr Bereiche des Marketings spielen sich mittlerweile digital ab. Der Vorteil, dass so eine Vielzahl an Daten gewonnen wird, geht damit einher, dass sich ebendiese Daten auch automatisiert auswerten lassen. Dementsprechend erfreuen sich digitale Marketing-Tools und Auswertungsautomatismen zunehmender Beliebtheit. Auch hier steht die Effizienz, mit der sich Big Data analysieren und nutzen lässt, im Fokus.

Der Trend wird v. a. in die Richtung gehen, dass immer mehr Inhalte und Ansprachen personalisiert auf die Anwender und ihre Interessen zugeschnitten werden. All dies kann automatisch passieren und steigert die wahrgenommene Relevanz der Angebote für die Verbraucher. Durch das Überangebot von Werbung wird somit ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen und die Werbung nicht mehr zwangsläufig als solche wahrgenommen. Facebook schaltet bereits schon länger personalisierte Werbung und wendet Retargeting-Strategien an, um die Reaktanz der User gering zu halten. Dies scheint eine sinnvolle Maßnahme zu sein, und generell ist in der Zukunft davon auszugehen, dass mit derartigen Mitteln die Aufmerksamkeit der Nutzer erhöht wird.

7. Zeitlich begrenzter Content

Snapchat hat es vorgemacht. Content, der vergänglich ist, wird unter Umständen eher rezipiert, als solcher, der für die Ewigkeit gedacht ist. Gerade das Prinzip, dass man als Nutzer quasi selbst hinterher sein und sich die Zeit dafür nehmen muss, um alles mitzubekommen, führt zu einem größeren Engagement und einer höheren Kundenbindung. Der Kunde informiert sich somit regelmäßig, um ja nichts zu verpassen. Dem Beispiel von Snapchat folgte nun auch Instagram mit den Instagram Stories, die nach 24 Stunden verschwinden. Für das kommende Jahr wird weiterhin eine zunehmende Verbreitung dieser Content-Strategie erwartet.

8. Dark Social

Wie bereits erwähnt, gehen mit dem Online-Marketing und der damit verbundenen Messbarkeit des Erfolgs einzelner Maßnahmen viele Vorteile einher. Diese können allerdings nicht flächendeckend genutzt werden. Der Grund: Dark Social. Die Rede ist hier von einer Teilmenge der Aufrufe bzw. der Reichweite, die sich nicht zurückverfolgen lassen und dementsprechend auch nicht komplett ausgewertet werden können, weil sie beispielsweise auf per verschlüsselter Messaging-Software versandte Links zurückzuführen sind. Dies gestaltet die Auswertung und Optimierung der einzelnen digitalen Marketingkanäle zunehmend schwieriger.

Eine mögliche Teillösung hierfür sind sogenannte Share-Buttons, um den Content direkt über entsprechende Kanäle zu teilen. Auf diese Weise lässt sich die Reichweite via Dark Social teilweise messen, aber die Herkunft des Traffics bleibt weiterhin im Dunklen.

Social Media Marketing
(Bild: Pixabay.com)

9. Social Influencer

Insgesamt wird die Wichtigkeit von Influencern auch im kommenden Jahr weiterzunehmen. Sie geben Firmen einerseits die Möglichkeit, von ihrer Reichweite zu profitieren, und schaffen andererseits Vertrauen für die beworbenen Produkte und Marken, da sie meist auf eine treue und engagierte Fangemeinde zurückgreifen können. Bei dem Überangebot von Dienstleistern und Reizen bieten sie außerdem eine willkommene Möglichkeit, aus dem Einheitsbrei herauszustechen. Bindet man die Influencer in interaktive Aktionen ein, so lassen sich sogar Restriktionen wie der Facebook Newsfeed-Algorithmus zum eigenen Reichweitengewinn gegenüber der Konkurrenz nutzen.

10. Vertrauen

Ein immer wichtiger werdender Punkt – nicht nur in den sozialen Medien, sondern generell im ganzen Web – bleibt das Vertrauen. Dieses wird sich zunehmend zur zentralen Ressource in der Markenkommunikation und im Marketing entwickeln. Durch personalisierte Ansprachen, individuellen Content, der für den User von Relevanz ist, und den geplanten Einsatz von Influencern lässt sich Vertrauen generieren.

Aber auch Transparenz spielt hier eine große Rolle. Dadurch dass jeder User mittlerweile dazu in der Lage ist, mit wenig Aufwand öffentliches Feedback zu geben, wird die Transparenz und auch die Bezugnahme auf derart vorgebrachte Kritik immer wichtiger. Durch Transparenz und den ernsthaften Umgang mit Kritik kann somit ein Gefühl von Vertrauen geschaffen werden, das Unternehmen auf lange Sicht einen Vorteil gegenüber ihren Mitbewerbern verschaffen wird.

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