Carolin Kebekus und Chris Tall touren mit contour

Comedy-Stars auf Tour: Wie kommt das Equipment auf die großen Bühnen?

Mit Carolin Kebekus und Chris Tall sind aktuell zwei der derzeit aktivsten und bekanntesten Comedy-Stars Deutschlands auf Tour. Den Support liefert contour, Full-Service-Dienstleister aus dem Rheinisch-Bergischen. Welche logistische Leistung hinter einer gelungenen Tournee steckt, bleibt dem Zuschauer meist verborgen. Nur einer von vielen Gründen, die Abläufe im Hintergrund einmal näher zu beleuchten!

Zu Besuch bei contour Veranstaltungsservice
Speziell für die Touren von Chris Tall und Carolin Kebekus hat contour in zwei gebrandete Trucks investiert. (Bild: Sylvia Koch )

Freitagabend, 20 Uhr: Powerfrau Carolin Kebekus betritt mit ihrem Programm „Alpha Pussy“ in der Freiburger Rothaus Arena die Bühne. Chris Tall heizt am darauffolgenden Abend rund 250 Kilo – meter weiter in Kempten im Allgäu dem Publikum ordentlich ein. Mit dabei: Ein auf den Künstler abgestimmtes Bühnenbild, das speziell für Chris Tall von Diplom-Bühnenbildner Jörg Schuchardt in Zusammenarbeit mit contour Veranstaltungsservice entstanden ist. Passendes szenisches Licht für die beiden Veranstaltungen und ein lachendes applaudierendes Publikum lassen zwei ausgelassene Abende erahnen.

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Glasklarer Sound bis in den letzten Winkel

Die Grundlage für solche Momente ist neben der ausgebildeten Manpower das passende planerische und technische Know-how, denn im Mittelpunkt der Touren von Carolin Kebekus und Chris Tall steht – selbstredend – die optimale Verständlichkeit der gesprochenen Worte. Die besondere Herausforderung zeichnet sich deshalb dadurch aus, in den unterschiedlich ausgeprägten Hallen für glasklaren Sound zu sorgen, der auch im hintersten Winkel ankommt – auch wenn das Publikum gerade tobt. Schließlich soll keine Pointe verloren gehen. Um das zu erreichen, greift contour auf hochwertige Beschallungssysteme von Meyer Sound zurück.

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Fertig behängt werden die Dollys in den Truck geladen – das spart Zeit beim Aufbau. (Bild: Sylvia Koch )

Bevor eine Tour jedoch starten kann, steht eine ausführliche Planung auf dem Programm, an deren Anfang die Kommunikation des Projektleiters mit dem Künstlermanagement und dem Tourneeveranstalter wartet. Dort wird geklärt, wie die Shows gestaltet werden sollen und welches Equipment eingeplant werden muss. In Zusammenarbeit mit den technischen Leitern der Gewerke Ton, Licht, Video und Rigging wird im Anschluss daran die technische Konzeption erarbeitet. Sobald dieses Grundgerüst steht, geht es ins Lager: Das Tour-Besteck wird abgestimmt, Packlisten erstellt und der Load festgelegt.

Auf die richtige Vorbereitung kommt es an

Wie man es aus dem Eventbusiness kennt, gibt es natürlich auch während der Planungsphase einer Veranstaltung einen Faktor, an dem es immer mangelt – und der heißt Zeit. Ein stets eng gestrickter Tourneeplan und wenig Zeit für den Auf- und Abbau vor Ort erfordern aus – geklügelte Vorbereitungen. Im Vorfeld der Touren von Carolin Kebekus und Chris Tall wurde deshalb etwa eine Woche Zeit investiert, um u. a. Systemschränke zusammenzubauen und Kabelbäume zu verkleben, die beim Aufbau der Veranstaltung mit nur wenigen Handgriffen angebracht werden können.

Eine weitere große Erleichterung sind die bei Carolin Kebekus und Chris Tall verwendeten Pre Rig Trusses von Eurotruss, in die contour erst im Herbst 2016 investiert hat. Im Lager werden diese mit Equipment bestückt, auf Dollies verstaut und können leicht verladen werden. In der Veranstaltungshalle angekommen, müssen die PRTs dann nur noch verbunden, angeschlagen und hochgefahren werden. Durch dieses Vorgehen kann im Venue vor und nach der Veranstaltung immens viel Zeit eingespart werden; mit herkömmlichen Bauten wäre im Vergleich dazu eine Aufstockung der Crew erforderlich. In der Veranstaltungshalle angekommen, wird nichts dem Zufall überlassen: Nachdem die Planung und die Vorbereitungen im Lager abgeschlossen sind, geht es zurück an den Schreibtisch. Etwa zwei Wochen vor der jeweiligen Veranstaltung wird am Computer mithilfe eines CAD-Programms für jedes Venue ein Plan erstellt, in dem die genauen Positionen des Materials festgelegt werden und der Bedarf an Hängepunkten, Stromanschlüssen und Bühnenaufbauten vermerkt wird. Nach einem Austausch mit dem örtlichen Veranstalter kann es dann losgehen.

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Um beim Aufbau Zeit zu sparen, werden die Kabelbäume im Ganzen angeliefert. (Bild: Sylvia Koch )

Die gute Zusammenarbeit zwischen Künstlern und technischem Dienstleister spiegelt sich übrigens auch beim Thema Transport wider: Seit Anfang des Jahres sind im Fuhrpark von contour zwei exklusiv für die Künstler gebrandete Trailer vorhanden, in denen das Tour-Equipment von Ort zu Ort gefahren wird, was uns direkt zur nächsten Frage führt: die nach der Anfahrt zum Veranstaltungsort. Welche Route ist am günstigsten, welche Pausenzeiten müssen einkalkuliert werden und kann die Location problemlos mit einem Truck dieser Größe angefahren werden? Alles Details, die bereits im Vorfeld geklärt werden müssen. Bevor sich der Fahrer jedoch mit dem Equipment auf den Weg machen kann, steht die Beladung des Trucks an …

Jeder Handgriff muss sitzen

Die festgelegte Reihenfolge ist beim Loading besonders wichtig: Nur so kann gewährleistet werden, dass beim Ein- und Ausladen alles reibungslos klappt und keine Zeit verloren geht. Bei einem Probeladen unter Beisein und in Absprache mit dem Fahrer wird deshalb geprüft, ob alle Cases sicher verstaut sind. Auch im Lager ist von der Personalplanung bis hin zum Kabelbinder alles klar strukturiert und getimt. Bei einem Unternehmen wie contour, das rund 25 feste Mitarbeiter beschäftigt, ist dies besonders wichtig, damit der Umschlag problemlos über die Bühne geht – vor allem, wenn wie zurzeit nur ein einzelnes Loading Dock vorhanden ist und im laufenden Tagesgeschäft noch weitere Produktionen bedient werden müssen. Erst gezielte Investitionen und die Erweiterung des Materialpools haben es contour ermöglicht, zwei größere Produktionen und viele Kleinere parallel stemmen zu können. Gepaart mit viel Herzblut, Einsatz und Flexibilität der Mitarbeiter liegt hier die spezielle Stärke von contour – sich auf jede Situation schnell einzustellen und agieren zu können.

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Alle anpacken, bitte: Die Platzierung des Equipments im Truck ist genauestens geplant. (Bild: Sylvia Koch )

Durch den Bau der neuen Firmenhalle von contour im Gewerbegebiet Obereschbach in Bergisch Gladbach, die voraussichtlich im November fertiggestellt und bezogen wird, soll die Logistik zudem noch weiter ausgebaut werden. Arbeitsabläufe können dort in vielen Punkten weiter optimiert werden. Beispielsweise sorgen mehrere ebenerdig angelegte Loading Docks für Entlastung auf ganzer Linie: Schwere Cases können zeitsparend und rückenschonend ohne den Einsatz zusätzlicher Hilfsmittel geladen werden. Ein weiterer Pluspunkt ist die strategisch sinnvolle Lage in unmittelbarer Nähe zum Autobahnzubringer, was ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Zeitersparnis verspricht.

 

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