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Nachhaltigkeit und Digitalisierung bestimmen die Agenda

FAMA verleiht zum 10. Mal den Messe-Impuls-Preis

Bereits zum 10. Mal wurde dieses Jahr der Messe-Impuls-Preis vom Fachverband FAMA vergeben. Mit ihm werden herausragende wissenschaftliche Abschlussarbeiten auszeichnet, die eine hohe Relevanz für die aktuellen Herausforderungen der Messewirtschaft haben.

Fama Messe-Impuls-Preis 2022
(v.l.n.r.): Minister Wolfgang Tiefensee, Gewinnerin Valerie Grimm, Prof. Stefan Luppold, Zweitplatzierte Kim Kreuser, Henning Könicke und Michael Kynast (Bild: FAMA e.V. / Nico Herzog)

Egal, ob künstliche Intelligenz, die Live-Integration von Mixed-Reality oder der Einsatz von Indoor-Analytics in der Navigation von Messen: Die Liste der Abschlussarbeiten, die in den zurückliegenden zehn Jahren mit dem Messe-Impuls-Preis ausgezeichnet wurden, liest sich wie die Agenda der Themen, die auf der Prioritätenskala der Messewirtschaft vielfach ganz oben stehen. Was die Arbeiten verbindet, ist die Perspektive, das Geschäftsmodell Messe in Teilen neu zu definieren, es zu transformieren oder zu erweitern. „Die Arbeiten, die hier vorgestellt werden, haben entweder auf dem Gebiet der Grundlagenforschung oder der angewandten Forschung einen hohen Erkenntniswert und Nutzen für die Praxis“, sagt Astrid Jaeger, deren Ressort im FAMA-Vorstand die Aus- und Weiterbildung sowie die Young Professionals sind.

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Das gilt auch für die beiden diesjährigen Arbeiten, die von der Jury aus dem Kreis der Einreichungen ausgewählt wurden und zum akademischen Finale der beiden Besten anreisten: Valerie I. Grimm, die im Rahmen ihrer Bachelorarbeit an der DHBW Ravensburg das Thema Nachhaltigkeit von Kongressen am Beispiel der Messe Frankfurt untersuchte; und Kim Kreuser, deren Arbeit – ebenfalls an der DHBW Ravensburg vorgelegt – die Usability von Smart Phone-Apps im Kontext der Digitalisierungsstrategie der „Agritechnica“ analysierte. Die Agritechnica wird von der DLG als Weltleitmesse der Landtechnik auf dem Messegelände Hannover veranstaltet.

Zwei Themen mit hoher Relevanz: Zum einen, weil sich die gesetzlichen Vorgaben zur Klimaneutralität auch im Veranstaltungsgeschäft zunehmend verschärfen und „Professional Congress Organizer“ diesbezüglich Transparenz erwarten; zum anderen – mit Blick auf die Digitalisierung –, weil sich der Erfolg einer Veranstaltung immer häufiger auch an der Zweckmäßigkeit und Usability der eingesetzten digitalen Tools in der Customer Journey bemisst.

Auch wenn die Entscheidung denkbar knapp war – am Ende setzte sich Valerie I. Grimm durch und sicherte sich den mit 1.000 Euro dotierten Preis. Dazu erklärt Juror Prof. Dr. Sven Prüser von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin: „Beide Arbeiten kennzeichnet ein hohes innovatives Potenzial. Valerie Grimm ist es gelungen, eine Matrix zu entwickeln, die es ermöglicht, den C02-Footprint von Kongressveranstaltungen bezogen auf die Location zu ermitteln. Das allein ist eine Auszeichnung wert. Dass sie daraus zudem ein Online-Tool entwickelt hat, das einzelne Parameter interaktiv planbar macht, ist absolut „Outstanding.“ Kim Kreuser wiederum sei es gelungen, im digitalen Dschungel einen Kompass zu entwickeln, der eine klare Wegweisung für die künftige Weiterentwicklung von Messe-Apps beschreibe: „Das Pflichtenheft, das sie entwickelt hat, ist gewissermaßen eine Blau-Pause, die empirisch validiert wurde“, so Prüser.

Die Preisverleihung fand im Rahmen der FAMA Night statt. Überreicht wurde der FAMA Messe-Impuls-Preis von Thüringens Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft, Wolfgang Tiefensee.

Neben Prof. Dr. Sven Prüser sind in der vierköpfigen Jury Astrid Jaeger, Henning Könicke, Geschäftsführender Vorstandsvorsitzender des FAMA e.V., und Stephan Drescher, Geschäftsführer Ravensburger Veranstaltungsgesellschaft mbH, vertreten.

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