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ProMediaNews
Realitätsfremde Neiddebatte

#AlarmstufeRot kritisiert Institut der Deutschen Wirtschaft

Das Institut der Deutschen Wirtschaft kommt laut einer DPA-Meldung vom Sonntag zu dem Urteil, die Bundesregierung gebe bis zu zehn Milliarden zu viel für Corona-Hilfen aus. Dies betreffe auch die Veranstaltungswirtschaft. Die Initiative #AlarmstufeRot bezeichnet die Stellungnahme als realitätsfremde Neiddebatte und kritisiert das Institut der Deutschen Wirtschaft scharf.

Achtung(Bild: Pixabay)

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Konkret erklärt Tobias Hentze vom Institut der Deutschen Wirtschaft gemäß DPA: „Der Bund zahlt für die Corona-Hilfen in den Monaten November und Dezember laut einer Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln etwa zehn Milliarden Euro mehr als nötig. Dadurch verdienten etwa Gastronomie- und Veranstaltungsbetreibe mehr als vor der Coronakrise“.

In einer Meldung bezieht das Aktionsbündis #AlarmstufeRot Stellung. Dort heißt es, die Zeitung Welt würde auf Grundlage der Aussage des Instituts der Deutschen Wirtschaft titeln, dass „der Gewinn dank Staatshilfe fast fünf Mal höher ist“.

Der große Schwachpunkt der Stellungnahme sei, dass das Institut der deutschen Wirtschaft nur die zwei Monate November und Dezember in den Blick nimmt. Dies sei jedoch viel zu kurz gedacht. #AlarmstufeRot beurteile die Lage in anderen Branchen nicht. Doch den aktuellen Hilfen stünden zumindest im Veranstaltungswesen negative acht Monate ohne Einnahmen gegenüber.

Die Veranstaltungswirtschaft sei nicht erst seit November in einem „Lockdown light“, betont das Aktionsbündnis. Aufgrund eines faktischen Berufsverbots zum Wohle der Allgemeinbevölkerung und zur Eindämmung des Infektionsgeschehens sei die Veranstaltungswirtschaft seit März noch immer im ersten Lockdown. Die verantwortlichen Politiker, allen voran Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, hätten bereits reagiert und der Verlängerung der aktuellen November- und Dezemberhilfen für die Zukunft eine Absage erteilt.

Weiter heißt es seitends der Initiative #AlarmstufeRot, die Veranstaltungswirtschaft kämpfe ums Überleben. Die November- und Dezemberhilfe seien seit Krisenbeginn die ersten finanziellen Hilfsmaßnahmen überhaupt, die an diesem Sektor nicht völlig vorbeigingen. Keine Einnahmen und dennoch fortlaufende Fixkosten führten gemäß Umfragen dazu, dass Mitte Dezember 40% der 100.000 Veranstaltungsbetriebe in Deutschland insolvent sein werden. Die aktuellen Hilfsprogramme seien nicht mehr als ein Hoffnungsschimmer, der bei weitem nicht die angefallenen Verluste der letzten Monate ausgleichen, geschweige denn die Branche vor dem Untergang retten könne.

Alex Ostermaier
Alex Ostermaier (Bild: Anna Habenicht)

„Nur wer blind die letzten Monate seit März ignoriert, kann zu den falschen Schlüssen des Instituts der Deutschen Wirtschaft kommen. Durch derart undifferenzierte Betrachtungen entstehen fatale Neiddiskussionen, die völlig fehl am Platze sind. Es ist eine Respektlosigkeit gegenüber allen Soloselbständigen, Kleinunternehmen und Mittelständlern, die zum Wohle des Bevölkerungsschutzes ihre Tätigkeit eingestellt, ja ihre Altersvorsorge und ihren Erwerbsbetrieb geopfert haben. Anstatt die Akteure in unserem Wirtschaftszweig als ‚übergefördert‘ zu diffamieren, sollte vielmehr der von uns geleistete Beitrag gesellschaftlicher Solidarität hervorgehoben werden“ stellt Alex Ostermaier fest, Mitinitiator der Initiative #AlarmstufeRot, die sich für die wirtschaftliche Rettung der Veranstaltungsbranche einsetzt.

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