InnovationsHub & Innovationstag 2015

Innovative Medientechnologie im öffentlichen Raum

Kinetik für Messe und Event, Mensch-Technik-Interaktion, der Klang der Marke, die Gestalt von Avataren, Sichtbarkeit von Licht oder das Zusammenspiel von Kunst und Technologie – Stichworte für höchst spannende Technologien und Ansätze, die nicht nur studentische Spielereien sind, sondern die Zukunft erahnen lassen. So gesehen im InnovationsHub.

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Der InnovationsHub ist eine Plattform zur Entwicklung innovativer Medientechnologie im öffentlichen Raum. Am 4. November wurde er in Düsseldorf anlässlich des Innovationstags 2015 vorgestellt, einer gemeinsamen Initiative der Hochschule Düsseldorf, LAVAlabs Moving Images und tennagels Medientechnik.

Die Veranstalter waren von der Anzahl derer, die ihrer Einladung gefolgt waren derartig überwältigt, dass sie gleich bei der Begrüßung das Versprechen gaben, das Event alljährlich zu wiederholen. Kurzum: Es war der identische Effekt, der sich einstellt, wenn eine junge Wohngemeinschaft zum ersten Mal eine gemeinsame Party schmeißt. Aber eines nach dem anderen: Wer waren die Gastgeber?

Eingeladen hatten gleich drei Gastgeber, die in ihren Kreisen für ihre Zuverlässigkeit und Innovationskraft bekannt sind. Bereits seit Jahren an dieser Adresse zu Hause ist die tennagels Medientechnik GmbH. Die neuen Mitbewohner sind die Firma LAVAlabs und die Hochschule Düsseldorf (HSD); wobei letztere einen Teil der Räumlichkeiten als zusätzliche Arbeitsräume nutzt. Aber, da es sich eben nicht um eine laxe WG-Party, sondern um die Präsentation einer neuen, kreativen Wirtschaftsplattform handelte, stellten die Gastgeber erst ihr jeweiliges Leistungsspektrum vor, um sodann ihre gemeinsame, neue und offene Plattform zu präsentieren. Anschließend war jedem klar, dass sich an den Schnittstellen der drei so unterschiedlichen Partner synergetische Kräfte gebildet haben, die auch Leonardo da Vinci beeindruckt hätten. Denn hier vereint sich – zeitgemäß – der von ihm stets angestrebte Bund aus Wissenschaft, Ingenieurswesen und Kunst zu einem gemeinsam vorwärtsdenkenden Netzwerk.

Ideenfindung in der starken regionalen Digitalwirtschaft

Die Initiatoren – Michael Brink und Rolf Mütze als Geschäftsführer der LAVAlabs, Prof. Chris Geiger als Verantwortlicher der HSD sowie Thomas Tennagels und Andreas Gause als Geschäftsführer der tennagels Medientechnik – können als erfahrene Netzwerker bezeichnet werden. Doch während bisherige Netzwerke eher eng ausgelegt waren, ist der InnovationsHub als ein Knotenpunkt zur Entwicklung innovativer Medientechnologie im öffentlichen Raum konzipiert. Diese bewusst weit gefasste Ausrichtung bietet der Plattform, die von der Europäischen Union und dem Land NRW gefördert wird, ein riesiges Anwendungsgebiet für technologische Innovationen.

Kunden erwarten zunehmend komplexere Gesamtlösungen aus einer Hand, die gleichzeitig neuartig und nützlich sein sollen. Überdies sei gutes Design und intuitive Bedienung gefragt. Der InnovationsHub soll einen Rahmen für die Ideenfindung solcher Lösungen in der starken regionalen Digitalwirtschaft bieten, erklärten die Gastgeber.

Von Roboterarmen und musikalischen Sandkästen

Alle Workshops, die an diesem Tag vorgestellt wurden, bezeugten die Bandbreite. Der riesige Roboterarm etwa, der dank seiner optischen Sensoren mit seinem menschlichen Gegenüber interagiert, erweckte bereits das Interesse eines deutschen Automobilherstellers. Dessen Servicepersonal könne mit dieser Kombination von einem Roboter und einem Display entlastet werden. Der Roboter erkennt Objekte bzw. Menschen, die in die Sichtachse des Monitors eintreten, behält sie in seinem Sichtfeld und zeigt auf dem Monitor ein virtuelles 3D-Objekt. Dahinter liegt die Idee, dass der Anwender sich mit 3D-Content und virtuellen Inhalten auseinandersetzt, ohne z.B. ein Tablet in die Hand nehmen zu müssen oder eine Virtual-Reality-Brille aufzusetzen. Diese zum Patent angemeldete Idee stammt von tennagels; der betreuende HSD-Student ist inzwischen in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der tennagels GmbH tätig. Angewandte Wissenschaft eben.

Sechzehn solcher spannenden und zukunftsweisenden Workshops, darunter einige Bachelorarbeiten, wurden eindrucksvoll präsentiert. Der Bogen spannte sich vom virtuellen Bierbrauen über holografische Projektionen, Anwendungen für immersiven Journalismus bis hin zu einem Sandkasten, in dem musikalische Ausdrücke durch manuelles Einwirken auf die Sandlandschaft hervorgerufen werden. Das Projekt folgt den Ansätzen klassischer Flüssigkeitssimulationen in Echtzeit, die Umsetzung erfolgte mittels der Games-Software Unity3D. Die Projektion der Inhalte auf den Sand wird mithilfe eines Tiefensensors realisiert. Ric Scheuss von der TRO GmbH zeigte in seinem Vortrag „Klang der Marke“ die längst nicht ausgeschöpften Möglichkeiten des akustischen Marken-Brandings auf und begeisterte die Zuhörer mit erfolgreich umgesetzten Praxisbeispielen. Die abschließende Keynote „Kunst und Technologie“ von Thorsten Bauer von Urbanscreen war nur ein Highlight von vielen an diesem Tag.

Abschließend wünschten sich die Veranstalter ausdrücklich eine lebhafte Teilnahme an der neuen Plattform, die allen offenstehe, die vielversprechende Ideen zur Entwicklung innovativer Medientechnologie im öffentlichen Raum haben.

Mehr zu den beteiligten Unternehmen auf der folgenden Seite!

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