Eröffnungsfeier der 66. IAA PKW

IAA 2015: Rauminszenierung per Projektion

Mit einem knapp einstündigen Festakt wurde am 17. September die IAA in Frankfurt durch Bundeskanzlerin Angela Merkel offiziell eröffnet. Ambion als technischer Generaldienstleister verhalf der Feier mittels Rauminszenierung per Projektion zu optischer Grandesse.

Eröffnung der IAA 2015 mit live singendem Chor
Zum großen Finale begleitete ein live singender Chor den Abschlussfilm. (Bild: Wilde Beissel von Schmidt)

Zur Eröffnungsfeier der 66. IAA PKW hatte der Verband der Automobilindustrie (VDA) hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in das CongressCenter Messe Frankfurt (CMF) geladen, unter ihnen Eröffnungsrednerin Angela Merkel. Das Konzept für die vormittags um 10 Uhr beginnende Veranstaltung hatte die inhabergeführte Full-Service-Agentur Wilde Beissel von Schmidt entwickelt. Als technischer Generaldienstleister trug die Ambion GmbH unter Federführung des Berliner Filialleiters Michael Habig für Licht, Ton und Video Verantwortung.

Anzeige

Aufmerksamkeit zog im Saal Harmonie die Raumgestaltung auf sich, bei der großformatige Videoleinwände eine wesentliche Rolle spielten. Ein Live-Bild war auf zwei Screens links und rechts des Podiums zu sehen – unkonventionell wirkte das zum Bühnenbild passende Hochkantformat von 4 × 4,5 Metern, das vollflächig bespielt wurde. Hinzu kamen sechs weitere Projektionsflächen (8 × 4,5 m), vor denen sich als Besonderheit weiße GazeStreifen befanden. Letztere waren in ihrer Materialität derart gewählt, dass die gezeigten Inhalte sowohl auf der Gaze als auch auf der dahinter befindlichen Leinwand zu sehen waren, was einen visuell reizvollen Effekt hervorrief und für ansprechende Fernsehbilder bei der Übertragung auf phoenix sorgte. Ein geeigneter Stoff wurde bei einem Testaufbau in Berlin ermittelt.

Erwartungsgemäß wurden auf den von Gaze flankierten Projektionsflächen keine „harten Informationen“ mit Fokus auf Lesbarkeit gezeigt, sondern es wurden stimmungsvolle Inhalte projiziert, die maßgeblich zur Raumatmosphäre beitrugen und die Lichtgestaltung unterstützten. Lediglich zwei Screens bildeten dabei den Bühnenhintergrund, während je zwei Leinwände die Seiten des Saals säumten – die Projektion inklusive des IAAKeyvisuals „wuchs“ quasi in den Raum hinein.

Angela Merkel zur Eröffnung der IAA 2015
Kanzlerin Merkel bei der Eröffnugn der IAA 2015. (Bild: Verband der Automobilindustrie e.V. )

Motorisch verfahrbare Rollleinwände
Beendet wurde die Veranstaltung nach der Rede von Angela Merkel durch ein großes Finale, bei dem ein live singender Chor den Abschlussfilm begleitete. Über den Köpfen des Publikums wurden unerwartet Moving Screens heruntergefahren. Der Raum wurde somit komplett bespielt. Bei den Ambrain Moving Screens handelt es sich um Eigenentwicklungen von Ambion, die via ArtNet-Protokoll gesteuert werden können. Die Idee zu den motorisch verfahrbaren Rollleinwänden entstand anlässlich einer Tournee von Sunrise Avenue. Da von den Motoren eine Rückmeldung zu ihrem aktuellen Status ausgegeben wird, können projizierte Inhalte auf Wunsch parallel zum Wachsen/Schrumpfen der Fläche „mitfahren“, sofern die im Hintergrund arbeitenden Medienserver entsprechend programmiert sind. Bei der Eröffnungsfeier in Frankfurt kamen fünf SAMSC Catalyst V4 Medienserver zum Einsatz, welche neun Full-HD-Ausspielwege bereitstellten. Videoinhalte wurden von der Kobalt Productions GmbH aus Berlin geliefert.

Bezüglich der audiotechnischen Ausstattung wurde einer guten Sprachverständlichkeit oberste Priorität eingeräumt. Teile der im Saal vorhandenen Beschallungsanlage ergänzte Ambion durch kompakte Line-Arrays aus dem Portfolio von Coda Audio, so dass der in kleinen Gruppen verteilt im Raum stehende Chor bei der elektroakustischen Wiedergabe stimmig geortet werden konnte. Für die Audiomischung wurde ein Yamaha Digitalpult herangezogen. Die Redner standen an einem Pult, das mit zwei Sennheiser ME 36 Mikrofonen bestückt war. Mit dem technischen Aufbau wurde drei Tage vor dem Event begonnen; ein Tag war Proben und der Systemeinrichtung vorbehalten. Inklusive diverser Helfer wurden für Ambion knapp 40 Personen tätig.

Kampf um die Technologieführerschaft
Eine „starke und weiterhin innovative Automobilindustrie ist wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands und Europas“, sagte Angela Merkel in ihrer Rede und nannte die IAA „das Nonplusultra im Messekalender“ für Autobegeisterte. Ein Rundgang durch die Hallen zeigte allerdings, dass die hiesigen Automobilhersteller in eine ungewisse Zukunft fahren: Autonom agierende Autos, die vollständige Vernetzung der sogenannten „Connected Cars“ sowie alternative Antriebe waren Schwerpunktthemen auf der 66. Internationalen Automobil-Ausstellung. Die Branche schaut gebannt auf neue Player aus dem Silicon Valley, die mit innovativen Ansätzen überraschend flott auf die Überholspur wechseln. „Immer höher, schneller, weiter reicht nicht – technologische Führerschaft definiert sich nicht mehr nur über PS und Drehmoment“, räumte Ex-Volkswagen-Chef Martin Winterkorn, dem auch das Bonmot vom „Smartphone auf Rädern“ zugeschrieben wird, anlässlich der IAA-Pressekonferenz ein. Andere Konzernlenker werden sich dieser Erkenntnis trotz anhaltendem SUV-Boom ebenfalls nicht verschließen können: Für eine neue Generation geht es um Mobilität und nicht um ein Fetischobjekt mit Reifen.

Agentur-Statement
„Wie die Eröffnungsshow war, müssen andere beurteilen. Ich kann nur sagen, dass ich ein tolles Team hatte. Eine absolut sichere Bank. Super Beratung durch die Partner, modernste Technik, greifende Bilder und auch noch eine Zusammenarbeit, die maximalen Spaß gemacht hat.“ Marein Beissel von Gymnich, Projektleiterin für Wilde Beissel von Schmidt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren: