Offene Arbeitsplatzkulturen auf Messeständen

Mit Kunden-Kommunikation zum Messe-Erfolg

Messebesucher wünschen sich reibungslose Kontaktaufnahmen und schnelle Informationsflüsse. Offene Arbeitskulturen auf Messeständen erlauben einen deutlich effektiveren Informationsaustausch als herkömmliche Konzeptionen und begünstigen so die Leadgenerierung. Positiver Nebeneffekt: Der Corporate Spirit wird zum „Schwingen“ gebracht.

Offener Messestand

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Wenn heute Unternehmen ihre Kunden auf einer Messe begeistern wollen, ist ein „ansprechendes“ Standdesign längst nicht mehr ausreichend. Messebesucher erwarten professionelle Kommunikationsformen, die sich direkt an die speziellen Bedürfnisse der jeweiligen Interessenten optimal anpassen können. Das heißt, es sind unterschiedlich konzipierte Kommunikations- und Informationsplätze gefordert, die den passenden Raum für gezielte Gespräche und Informationen bereitstellen. So erhöht man auch die Leadgenerierung.

Marktplätze und Besprechungsinseln als Formen offener Arbeitsplatzkulturen 

Eine solide Basis für erfolgreiche Messe-Präsentationen bieten Konzepte, die auf offenen Arbeitsplatzkulturen bzw. Arbeitswelten beruhen. „Offene Arbeitsplatzkulturen zielen in erster Linie auf ein aktiv gelebtes und besser fließendes Wissens- und Wertemanagement.  Daraus entsteht mehr Teamgeist, mehr Innovationsfreude und schließlich eine deutlich höhere Wertschöpfung“, erklärt Klaus Müller, Geschäftsführer der eest!-Projektgesellschaft und Gründer der Initiative für offene Arbeitsplatzkulturen.  Eine offene Arbeitsplatzkultur ist vor allem dadurch gekennzeichnet, dass sie ein organisches bzw. in sich stimmiges Netzwerk mit blitzschnellen Synapsen abbildet.  Solche Strukturen können auf mehreren Etagen eines Unternehmens und natürlich auch auf einem räumlich begrenzten Messestand realisiert werden.

Offene Arbeitsplatzkulturen auf dem Kuka Messestand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das bedeutet, es werden Flächen mit zentralen Marktplätzen eingezogen, wo sich Menschen begegnen können und wo es auch mal etwas lauter hergehen darf. Dazu gehören aber auch mobile Besprechungsinseln, die als autonome und flexible Raum-in-Raumlösung beliebig einsetzbar sind. Außenherum gruppieren sich nach verschiedenen Aufgabengebieten gegliederte Working Spaces, die jeweils wiederum spezifischen Anforderungen Rechnung tragen. Diese können z.B. Publikumsverkehr, Mitarbeiterkontakt, Telefonate etc. betreffen. Auf einer Messe werden diese Einzelbereiche meist aufgrund des notorischen Platzmangels in sinnvolle Einheiten zusammengefasst; das heißt, Flächen für Besprechungen, Kommunikation und Erlebnisse.

„Erfolgreiche Messestände mit einer offenen Arbeitsplatzkultur stellen in erster Linie die menschliche Kommunikation in den Vordergrund“, stellt Müller heraus. „Nicht wenige Aussteller begehen immer noch den Fehler und räumen den Produkten mehr Fläche ein als den Interessenten.“

Offene Arbeitsplatzkulturen auf dem Kuka Messestand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was heißt offene Arbeitsplatzkultur?

  • Wissen als entscheidenden Rohstoff der Zukunft zu erkennen und aktiv zu managen, das bedeutet eine offene Arbeitsplatzkultur. Das Management sollte Werte festlegen und permanent vorleben.
  • Man sollte definieren, wie Räume auf Menschen wirken sollen,  Raumkonzepte als organisches Netzwerk mit Synapsen erarbeiten und die Mitarbeiter frühzeitig in Umstrukturierungen einbeziehen.
  • Zudem ist ein begleitendes Mentoring und Coaching im Veränderungsprozess elementar.

Effektivität durch mehr Abwechslung

Ein solches offenes Szenario befürwortet auch Stefan Rief vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft. Er glaubt, dass Arbeitsplätze der Zukunft viel mehr Abwechslung brauchen: Kleine und große Tische, offene und geschlossene Räume, Einzelzimmer, in denen man ruhig arbeiten kann, sowie Meeting-Räume mit modernster medialer Ausstattung. Rief stellt ebenfalls fest: Wenn sich Mitarbeiter bei der Arbeit wohler fühlen und ihre Kreativität besser entfalten können, werden sie auch effizienter und produktiver.  Deshalb muss bei einer innenarchitektonischen Gestaltung von offenen Arbeitsplatzkulturen den funktionalen und ergonomischen Anforderungen ein besonderer Vorrang eingeräumt werden. Leider bleibt diese an sich selbstverständliche Prämisse vielerorts unerfüllt.

„Die große Kunst der Gestaltung offener Arbeitsplatzkulturen auf Messen liegt in der gekonnten Aufteilung der einzelnen Flächen und deren Bauten auf kleinem Raum“, bestätigt Markus Meier, Marketingleiter der KUKA Systems GmbH. „Damit das gelingt, sind viele entscheidende Details zu beachten. Diese reichen etwa von einer durchdachten konzeptionellen Planung über eine perfekte IT-Infrastruktur als auch Rückzugsbereiche für Mitarbeiter bis hin zu einem passenden Cateringkonzept im Wartebereich. Erst wenn alle diese einzelnen Elemente optimal ineinander greifen, können eine gute Atmosphäre am Stand entstehen, Unternehmenswerte transportiert und der Interessent optimal bedient werden. Das merkt der Besucher sofort und spielt dies in Form von qualitativ hochwertigen Leads zurück.“

Design follows Conception

Obwohl bei der Entstehung eines erfolgreichen Messestandes eine Menge architektonisches und designorientiertes Feingefühl gefordert ist, muss der Mensch immer im Mittelpunkt stehen. „Designer legen ihr Augenmerk natürlich auf eine optische Stimmigkeit, die in der Layout-Phase leicht überzeugt, aber in der Realität an den Anforderungen schnell vorbeigehen kann“, mahnt Müller. „Darum müssen sich die Arbeitsplätze an den Menschen und ihren Aufgaben orientieren und nicht umgekehrt.“ Aus diesem Grund macht es am Ende einen gewaltigen Unterschied, ob ein Messestand aus dem Designbereich oder von Anfang an konzeptionell auf spezifische Zielsetzungen und Zielgruppen ausgerichtet wurde. Dazu gehört immer das Streben nach Arbeitserleichterung bei gleichzeitiger Steigerung der Arbeits- und Kommunikationsleistung der Mitarbeiter.

Jede Entscheidung über Arbeitsplätze, die den Menschen selbst, sein Leistungsvermögen und seine Leistungsbereitschaft vernachlässigt, wirkt sich auf die Gesundheit der Mitarbeiter aus und verursacht in der Verlängerung einen Schaden für das Unternehmen. Das beginnt exemplarisch bei den berühmten „blauen Flecken“ am Messestand, den Krankheitstagen nach der Messe und kann längerfristig bei ebenfalls ungünstigen Arbeitsbedingungen im Büro mit einem Burnout enden.

Offener Messestand

Studien bzw. Krankenstatistiken weisen schon seit Jahren darauf hin, dass die psychischen Belastungen der Mitarbeiter alarmierend ansteigen. „Bei Messeständen, die nach den Prinzipien der offenen Arbeitsplatzkulturen konzipiert sind, konnten wir dagegen häufig den Effekt beobachten, dass die Menschen später im Büro tendenziell besser und motivierter zusammenarbeiten konnten als zuvor“, freut sich Müller. „Das Marketinginstrument Messe ist also für die Mitarbeiter keine qualvolle Tortur, sondern wird so quasi zu einem Incentive-Event.“

Fazit

Für viele Unternehmen löst ein Messeauftritt immer eine Art Ausnahmezustand aus: Die Anforderungen an die Mitarbeiter sind extrem hoch und alle Beteiligten sollen überdies noch ganz entspannt die gemeinsamen Werte des Unternehmens transportieren. Offene Arbeitsplatzkulturen unterstützen die Aussteller dabei, Besucher je nach Bedarf zielgerecht anzusprechen und ein durchgängiges und lebendiges Bild entstehen zu lassen. Dieser Eindruck ist entscheidend und wird nur zu einem Teil durch das Design getragen.

Tipps für Aussteller:

  • Definition der relevanten Unternehmensbereiche und Arbeitspakete: Was soll wie und durch wen auf der Messe kommuniziert werden?
  • Bei der Planung soll auch ein verantwortlicher Koordinator für den Personaleinsatz des Messeprojekts bestimmt werden. Dies stellt sicher, dass dieser Funktion eine besondere Bedeutung beigemessen wird.
  • Der Aussteller braucht einen projektleitenden Partner, der die Hand über allen Gewerken hält. Hier ist ein Komplettanbieter gefordert, der das Projekt von der Aufgabenstellung bis zur Evaluierung durchgehend begleitet.
  • Eine Messe bildet immer einen Teil eines Unternehmens ab. Daher müssen sich die Präsentation des Angebots und die Darstellung der Mitarbeiter harmonisch ergänzen. Nur so ist der Erfolg der Messe garantiert.

Konzept eines Messestandes

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