Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement nach DIN ISO 20121
DMSZ beantragt mit Unterstützung vom fwd: ein einheitliches Zertifizierungsverfahren
von Redaktion,
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Einheitliche Standards zur Bewertung nachhaltiger Maßnahmen gewinnen in der Veranstaltungsbranche zunehmend an Bedeutung. Eine offiziell anerkannte Grundlage für deren verlässliche Prüfung gab es in Deutschland bislang nicht. Deshalb hat die DMSZ Deutsche Managementsystem Zertifizierungsgesellschaft mbH mit der fwd: Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft e. V. ein Konformitätsbewertungsprogramm für die DIN ISO 20121 entwickelt und zur Akkreditierung bei der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) eingereicht.
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Die DIN ISO 20121 ist die internationale Norm für nachhaltiges Veranstaltungsmanagement. Sie unterstützt Unternehmen dabei, Nachhaltigkeit strukturiert, messbar und glaubwürdig in ihre Prozesse zu integrieren. „Mit der Akkreditierung schaffen wir eine verlässliche Grundlage für die Branche. Nachhaltigkeit wird dadurch nicht nur sichtbar, sondern auch vergleichbar und überprüfbar“, sagt Marko Roscher, Referent Nachhaltigkeit beim fwd:.
Bedeutung im Kontext der EmpCo-Richtlinie
Zusätzliche Relevanz erhält die Initiative mit Blick auf die kommende EmpCo-Richtlinie (Empowering Consumers for the Green Transition), deren Vorgaben ab September 2026 anzuwenden sind. Sie verschärft die Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen deutlich. Für Unternehmen der Veranstaltungswirtschaft bedeutet das vor allem, dass Nachhaltigkeitsversprechen künftig nachvollziehbar und belegbar sein müssen. Gleichzeitig sollen Greenwashing-Praktiken verhindert und belastbare, glaubwürdige Nachweise stärker in den Fokus gerückt werden. Eine akkreditierte Zertifizierung nach DIN ISO 20121 kann dabei künftig eine wichtige Grundlage bieten, um diesen Anforderungen gerecht zu werden.
„Gerade im Zuge der neuen Regulierung brauchen Unternehmen eine klare Orientierung. Die DIN ISO 20121 bietet dafür einen geeigneten und strukturierten Rahmen. Eine nationale Akkreditierung würde diesem Rahmen zusätzlich die notwendige Glaubwürdigkeitverleihen und das Vertrauen in solche Zertifizierungen stärken.“, erklärt Hans-Werner Lortz, Zertifizierungsstellenleiter der DMSZ.
Ohne Akkreditierung fehlt einer Zertifizierung die unabhängige Bestätigung. Es ist dann nicht belegt, dass die Zertifizierungsstelle nach internationalen Normvorgaben arbeitet und Prüfungen fachlich kompetent, unparteilich sowie nachvollziehbar durchführt.
Gemeinsame Brancheninitiative
Das eingereichte Konformitätsbewertungsprogramm wurde in Zusammenarbeit zwischen dem fwd: und der DMSZ entwickelt. Ziel war es, die Anforderungen der Norm praxisnah auf die Veranstaltungswirtschaft zu übertragen und gleichzeitig die Kriterien der DAkkS zu erfüllen. Während der fwd: die Perspektive und Anforderungen der Veranstaltungsbranche einbringt, ergänzt die DMSZ ihre Expertise als erfahrene Zertifizierungsstelle im Bereich der akkreditierten Managementsystemzertifizierung.
Nächste Schritte
Nach erfolgreicher Prüfung könnte der DMSZ die nach Kenntnis der Beteiligten erste nationale Akkreditierung zur Zertifizierung nach DIN ISO 20121 erteilt werden. Damit würden künftig einheitliche Zertifizierungsverfahren, klar definierte Anforderungen an Auditor:innen sowie mehr Transparenz und Vertrauen im Markt geschaffen.